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DOSS 2012 - Praxisberichte

Curriculumwerkstatt in den Ingenieurwissenschaften: Projektkonzept und Stand des Projekts

Dr.-Ing. Thorsten Jungmann, Dipl.-Päd. Edith Hansmeier und Prof. Dr. Langenbahn

Die Hochschuldidaktik nimmt im Rahmen der Programm- sowie Personalentwicklung in der Fakultät für Anlagen-, Energie- und Verfahrenstechnik der Fachhochschule Köln eine wesentliche Rolle ein. Im Zuge der Akkreditierung bzw. Reakkreditierung 6 Bachelor- und Masterstudiengänge nehmen derzeit hochschuldidaktische Workshops einen prominenten Platz in einer konzertierten Aktion der verschiedenen Akteursgruppen ein. Zu den Akteuren zählen der Dekan der Fakultät, die Studiendekanin, die Institutsleiter und die an den Studiengängen beteiligten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie Hochschuldidaktiker. Aufbauend auf einem gemeinsamen Verständnis von studierendenzentriertem und kompetenzorientiertem Lehren und Lernen entwickeln die Akteure im Rahmen eines (Re-)Akkreditierungsprozesses Modulhandbücher, die hinsichtlich Präzision und Qualität beste Voraussetzungen für eine qualitätsorientierte Studienreform bieten. Getragen von einem hochschulweiten Programm zur Reorganisation der Studiengänge mit dem Schwerpunkt projektorientierten Lernens finden hochschuldidaktisch ausgereifte, innovative Lehr-Lern-Arrangements Einzug in die Modulhandbücher. In dem Projekt zeigt sich die Hochschuldidaktik als Integral über Programm-, Personal- und Organisationsentwicklung.

Im Praxisbericht werden das Projektkonzept sowie der aktuelle Stand des Projektes durch den Dekan und die Prodekanin präsentiert.


Die Entwicklung akademischer Lehrkompetenz nachhaltig fördern - Das studienbegleitende Modul 5 des Masters of Higher Education, Hamburg

Katrin Stolz und Caroline Trautwein

Lehrkompetenzentwicklung ist ein vielschichtiger, komplexer Prozess mit individuellen Entwicklungsverläufen (Clarke & Hollingsworth, 2002; Trautwein & Merkt, im Druck). Wie kann dieser Prozess in einer strukturierten, formellen hochschuldidaktischen Weiterbildung sinnvoll unterstützt werden? Ein Beispiel stellt das studienbegleitende Modul 5 des Masters of Higher Education dar, das in diesem Praxisbericht vorgestellt wird. Die aktuelle Weiterentwicklung dessen gründet auf den Ergebnissen der BMBF-Teilstudie ProfiLe Hamburg zur Lehrkompetenzentwicklung. Diese Ergebnisse werden als Impulsreferat zu Beginn des Praxisberichts vorgestellt werden. Im Anschluss an den Praxisbericht soll mit den Teilnehmenden der Transfer auf die eigenen Praxiskontexte diskutiert werden.

Die Hamburger Teilstudie des BMBF-Projekts ProfiLe Hamburg hat die Entwicklung und Struktur akademischer Lehrkompetenz untersucht. Den Ergebnissen zufolge realisiert sich akademische Lehrkompetenz in der Handlungssituation in Interaktion dreier Ebenen, wobei sich Lehr- Lernüberzeugungen als besonders bedeutsam herausgestellt haben. Daneben spielen metakognitive Strategien und formales Lehr-Lern-Wissen in der Entwicklung akademischer Lehrkompetenz als Komponenten der theoretisch- fundierten Reflexion, die als Motor der Veränderung gilt, eine  wichtige Rolle. Besonders fruchtbar für den Entwicklungsprozess scheint die Verknüpfung verschiedenen Veränderungsanlässe zu sein. Diese Verknüpfung gilt es in hochschuldidaktischer Weiterbildung auf eine Weise zu befördern, welche die individuellen Entwicklungsprozesse der Lehrenden berücksichtigt.

Dieses Ziel der Verknüpfung verschiedener Veränderungsanlässe unter Berücksichtigung individueller Entwicklungsprozesse wird mit dem studienbegleitenden Modul 5 des Masters of Higher Education des Zentrums für Hochschul- und Weiterbildung der Universität Hamburg verfolgt. Kern dieses Moduls bildet die theoretisch- fundierten reflexive Lehrportfolio-Schreibarbeit, welche durch verschiedene Angebote des Praxisbegleitseminars (Schreibwerkstatt, Formate des kollegialen Austauschs und Teilhabe an der Professional Community und anschließende Reflexion) und durch zu Studienbeginn gebildete Peergruppen unterstützt wird. In dieser Schreibarbeit sollen die verschiedenen Komponenten akademischer Lehrkompetenz in Bezug gesetzt werden zur persönlichen Entwicklung als Lehrende/r und der eigenen Lehrpraxis und im Zusammenhang mit der eigenen Fachkultur kritisch reflektiert werden. Dreh- und Angelpunkt bildet die theoretisch-fundierte Reflexion der individuellen Lehr-Lernphilosophie. Die kritische Reflexion der eigenen Kompetenz wird als Bedingung professionellen Handelns gesehen.


Die Umwandlung von Vollzeitstudiengängen zu berufsbegleitenden Studiengängen am Beispiel des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaft an der TH Wildau [FH]

Prof. Dr. Ulrike Tippe

Die Technische Hochschule Wildau [FH] ist die groste Fachhochschule im Land Brandenburg und hat seit ihrer Gründung im Jahr 1991 neben einer Vielzahl von Vollzeitstudiengängen ("Direktstudiengänge") reichhaltige Erfahrungen in berufsbegleitenden (Fern)Studiengängen in den Fachrichtungen Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen sammeln können. Diese Studienangebote richteten sich an Berufstätige und schlossen mit einem Diplom (FH) ab. Im Rahmen der Umstellung von Diplom auf Bachelor bzw. Master sind beide Studiengänge im Jahr 2009 bzw. 2010 jeweils auf einen Bachelorstudiengang umgestellt worden. Aktuell studieren insgesamt mittlerweile bereits ca. 20% der insgesamt 4000 Studierenden der TH Wildau in dieser (berufsbegleitenden) Form, die somit auch einen wesentlichen strategischen Pfeiler in der übergreifenden Hochschulstrategie darstellt und in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll (Erweiterung auf andere Studienrichtungen).

Methodisch / didaktisch hat die Umstellung von Diplom auf Bachelor in der hier betrachteten Studienform einige Neuerungen und Umstellungen nach sich gezogen. Wurden in den vorhergehenden Diplom(fern)studiengängen noch traditionelle "Studienbriefe" ausgeteilt und in den Präsenzstunden besprochen, so verlangten nun nicht zuletzt die Akkreditierungsagenturen ein in sich stimmiges und rundes didaktisches Konzept, das insbesondere den im Vergleich zum Vollzeitstudium deutlich größeren Selbststudienanteil nachhaltig unterstützt.

Der Praxisbericht soll anhand des Bachelorstudiengangs BWL (Umstellung im Jahr 2009) das dort angewandte Blended Learning Konzept darstellen, die Erfahrungen der ersten zwei Jahre Studienbetrieb schildern und dabei u.a. die folgenden Fragen behandeln:

  • Wie ist das Verhältnis "Präsenzunterricht : Selbststudium"?
  • Welche Funktionalitäten sollen die "Kursräume" auf der hochschulweiten Lernplattform zu den einzelnen Modulen erfüllen und welche Medien werden auf welche Art und Weise mit-einander kombiniert (Online-Module, Printmedien, E-books, kollaborative Lernformen...)?
  • Welche didaktischen Konzepte finden in dieser Studienform verstärkt Anwendung?
  • Wie werden die Lernenden und Lehrenden systematisch in der Arbeit mit der Lernplattform vorbereitet und unterstützt?
  • Wie wird das Thema "E-Learning" bzw. "Blended Learning" an der TH Wildau institutionalisiert (Projekt "Servicezentrum fur Lernen und Lehren [SeL2]") und wie groß ist der zusätzlich benötigte Personalaufwand?
  • Welche Konsequenzen können aus den bisherigen Erfahrungen gezogen werden?

Durch problemorientiertes Lernen zu mehr Kompetenzorientierung in der Hochschulbildung

Monika Stöhr, Diplom-Pflegepädagogin (FH) und Projektveranwortliche

Die Abteilung Pflege und Gesundheit der Hochschule Hannover arbeitet seit dem Wintersemester 2009/2010 im berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Pflege mit der Methode des problemorientierten Lernens. Die Entscheidung für die Nutzung dieser Lernmethode ist in den aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen begründet, die lebenslanges Lernen, Kompetenz- und Handlungsorientierung sowie aktives, selbstgesteuertes und kooperatives Lernen betonen. Das problemorientierte Lernen nimmt diese Kerngedanken auf, denn die Studierenden lernen selbstgesteuert – in Kleingruppen und im Selbststudium – anhand von möglichst authentischen beruflichen Problemsituationen (‚Fällen’) und können dadurch ihre Handlungskompetenz auf verschiedenen Ebenen weiterentwickeln. Die Bearbeitung der Problemsituationen erfolgt in einem strukturierten Prozess, in dem die Studierenden von einem vorläufigen Problemverständnis über die Problembearbeitung zu einem vertieften Problemverständnis kommen. Aufgrund der berufsbegleitenden Konzeption des Studiengangs finden diese Prozessschritte sowohl in den Präsenzphasen an der Hochschule als auch während des Selbststudiums zuhause statt. Am Anfang des Arbeitsprozesses steht die Problemanalyse in Kleingruppen mit jeweils 10 bis 12 Studierenden, die von je einer Tutorin (Lehrende) begleitet werden. Auf der Grundlage der in dieser Phase identifizierten  Wissenslücken/-interessen entwickeln die Studierenden Lernfragen, die sie im Selbststudium außerhalb der Präsenzphasen bearbeiten. Dabei unterstützt eine Kommunikationsplattform den gegenseitigen Austausch über die Problemsituation. In der folgenden Präsenzphase werden die  Rechercheergebnisse in der Kleingruppe zusammengetragen, diskutiert und in Beziehung zum Ausgangsproblem gesetzt. Nach Abschluss der Problembearbeitung folgt die Evaluation des Lernprozesses mit einem standardisierten Kurzfragebogen zur Struktur-, Prozess-, und Ergebnisqualität.
Die Evaluationsergebnisse lassen erste Rückschlüsse zu, dass das problemorientierte Lernen zur Kompetenzorientierung in der Hochschulbildung beiträgt und die Kompetenzentwicklung der Studierenden unterstützen kann.


Entwicklung eines Fragebogens zur Erfassung der Lehrkompetenz (LeKo)

Prof. Dr. Felicitas Thiel und Dipl.-Psych. Irmela Blüthmann

An der Freien Universität Berlin wurde ein Fragebogen zur Erfassung der Lehrkompetenz (LeKo) entwickelt, der theoriebasiert folgende elementare didaktische Kompetenzen erfasst: 1. Die Vermittlung von Wissen durch strukturiertes Darstellen, Vernetzung von Wissen, Erklären, Wiederholen und Unterstützen der Lernenden beim Durcharbeiten des Stoffs durch Fragen oder Hinweise. 2. Die Motivierung der Lernenden zur Aneignung des Lerngegenstands durch die Gestaltung einer anregenden Lernumgebung, Weckung des Interesses, Verdeutlichung des Nutzens, bzw. der Relevanz des Wissenserwerbs, Ermutigung, Anregung zur Selbsttätigkeit, angemessene Anforderungen. 3. Die Steuerung der Interaktion in der Lerngruppe mit dem Ziel der Maximierung der individuellen Lernzeit aller Lernenden durch klare Verhaltenserwartungen, effizientes Zeitmanagement und Herstellung einer ungestörten Lernsituation.

Im Unterschied zu vielen anderen Instrumenten der Lehrevaluation, erfasst der Fragebogen LeKo keine strukturelle Aspekte oder Rahmenbedingungen der Lehrveranstaltung. Zur Beurteilung steht nicht die Situation (Lehrveranstaltung), sondern die Kompetenz der Lehrenden aus der Sicht der Studierenden. Diese Fokussierung hinsichtlich des Einsatzes des Fragebogens ist im Zusammenhang mit geplanten Maßnahmen der Lehrqualifizierung an der Freien Universität Berlin von zentraler Bedeutung. Ziel ist es, insbesondere für die Gruppe der Erstlehrenden passgenaue didaktische Qualifizierungsmaßnahmen hinsichtlich der drei genannten Anforderungen (Instruktion, Motivierung, Steuerung der Interaktion in der Lerngruppe) anzubieten.

Dieser Fragebogen wird derzeit in ca. 100 Lehrveranstaltungen (Vorlesungen und Seminaren) verschiedener Fächerkulturen (Geschichts- und Kulturwissenschaften, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaft, Erziehungswissenschaft) getestet. Die Daten werden bis März mit Hilfe einer konfirmatorischen Faktorenanalyse ausgewertet. Im Rahmen des Vortrages sollen die Ergebnisse des Pretests vorgestellt werden hinsichtlich der übergeordneten Fragen der faktoriellen Validität des Fragebogens, seiner Passung für verschiedene Lehrveranstaltungsformen und verschiedene Fächerkulturen sowie hinsichtlich des Einflusses möglicher Bias-Variablen (Geschlecht der Befragten, Note der HZB, Vorwissen, Interesse) auf die Einschätzung der Lehrkompetenz.


Förderung innovativer Lehrprojekte durch Vergabe von Flexible Fonds Mitteln durch TeachING-LearnING.EU

Dominik May

Für das Ziel von TeachING-LearnING.EU, das Lehren und Lernen in den Ingenieurwissenschaften zu verbessern, sind die Flexible Fonds ein wichtiger Schritt, denn durch sie werden für wegweisende innovative Projekte zusätzliche Personalmittel in einem Auswahlverfahren vergeben. Die Aufgabe der Hochschulen, mehr und vor allem geeignete Studierende für das Ingenieurstudium zu gewinnen, sowie die Abbruchquote zu reduzieren, kann nur mit gezielten Maßnahmen gemeistert werden. Im Zuge dessen ist es ebenso von großer Bedeutung die Studierenden in der Anfangsphase des Studiums intensiv zu begleiten und zu motivieren. Damit sollen Selbstverantwortung und Selbstständigkeit im Studium gestärkt und die Entwicklung fachübergreifender Kompetenzen gestärkt werden.

Dieser "Shift from teaching to learning" bedeutet den Übergang von einer lehrenden? zu einer studierendenzentrierten Perspektive. Neuartige Lernkonzepte wie problembasiertes, fallbezogenes, projektorientiertes und Forschendes Lernen sollen an Hochschulen durch die Hilfe der Flexible Fonds Ausschreibungen realisiert und implementiert werden, um die Entwicklung der oben genannten Kompetenzen voran zu treiben.

Inhalt des Vortrags:

Bis zur DOSS 2012 wird TeachING-LearnING.EU in zwei Runden insgesamt ca.15 Projekte in diesem Rahmen bereits gefördert haben bzw. wird sie noch fördern. Der Praxisbericht soll beide Förderrunden im Blick haben und vorstellen, in welchen Bereichen innovative Lehrkonzepte umgesetzt wurden bzw. werden. Auf einer Metaebene soll der Bericht jedoch auch die Flexible Fonds als Instrument zur Innovationsförderung in der Hochschullehre erörtern. In beiden Ausschreibungsrunden haben wir mit diesem Konzept sehr gute Erfahrungen gemacht. Gerade die Kombination aus finanzieller Unterstützung - die auch dazu hilft Vorgesetzte davon zu überzeugen, Neues auszuprobieren - und didaktischer Beratung und Coaching hat sich als erfolgreich erwiesen. Im Praxisbericht werden wir gerne unsere Erfahrungen dazu teilen und in der Community über Erfahrungen mit ähnlichen Anreizsystemen diskutieren.


In the Eye of the Storm – Wandel gestalten im Angesicht schwieriger Rahmenbedingungen

Björn Kiehne, M.A.

Ziele:

Metaebene - Hochschulpolitik am Beispiel Berlins, Abhängigkeiten von politischen Dynamiken und Entscheidungsprozessen sichtbar und verstehbar machen -> Strategien entwickeln

Mesoebene - das Team als Träger von Wissen, Kontinuität und als Wellenbrecher -> Strategien, um Wissen zu erhalten und kreativ zu bleiben

Mikroebene - Hochschuldidaktiker als Manager oder vom Kaninchen zur Schlange? -> neue Rollenerwartungen ins eigene Berufsverständnis integrieren

Meine Einschätzung ist, dass andere Institutionen ähnliche oder andere Veränderungsprozesse durchleben. Gern würde ich die am BZHL gemachten Erfahrungen explizieren und in den Austausch mit KollegInnen kommen, um das Nachdenken über hilfreiche Strategien zu initiieren und weiterzuentwickeln.


Innovate Teaching! Wettbewerb als Beitrag zur Studierendenorientierung

Andreas Reinhardt, Thomas Korner und Julia Kehl

Die Beteiligung von Studierenden an der Lehre an Hochschulen wird als Thema immer wichtiger. Lehrveranstaltungen und Curriculae werden meistens ohne Studierende geplant und durchgeführt. Dies nicht, weil man diese nicht einbeziehen möchte, sondern weil dies organisatorisch kaum umzusetzen ist. Jedoch sind es genau die Studierenden, welche kleine und große Schwierigkeiten des Lehrbetriebs miterleben. Frühere Erfahrungen an der ETH haben gezeigt, dass sie auch gerne bereit sind, mitzuarbeiten und die Lehre zu verbessern. Deshalb haben wir uns im Sommer 2011 entschieden, konkrete Ideen bei Studierenden im Wettbewerb "Innovate Teaching!" abzuholen. Rückmeldungen und Eingaben zeigen, dass der Wettbewerb auf großes Interesse gestoßen ist. Im Jahr 2012 werden die besten Ideen zusammen mit Lehrpersonen in der Überzeugung umgesetzt, die Lehre näher bei den Studierenden zu platzieren und eine neue Qualität zu erreichen.
Der Praxisbericht zeigt, wie es zum Studierendenwettbewerb kam, wie er durchgeführt wurde und was daraus entstanden ist bzw. entsteht. Ebenfalls werden die Resultate einer Befragung zu Motivation und Erwartungen unter den Teilnehmenden besprochen.


LehrLounge - der Lehre Raum geben

Friederike Bergstedt, Dina Burandt, Kristina Müller und Mark Zeuch

Im Rahmen eines 20-minütigen Praxisberichts stellen wir das Projekt „LehrLounge – Der Lehre Raum geben“ vor, das die Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung (IFB) der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zum Wintersemester 2011/12 initiierte. Dieses Projekt fügt sich über zwei Stufen nahtlos in die bestehenden hochschuldidaktischen Angebote der IFB ein. Durch bereichsspezifische Shortcuts schafft die LehrLounge Raum für Lehre und auf einer interdisziplinären Tagung wird die Lehre in Lehrräumen der RUB betrachtet.

Das Projekt LehrLounge ist passgenau an den Bedarfen der drei Wissenschaftsdisziplinen (Natur-, Geistes-, Ingenieurwissenschaften) ausgerichtet. Die LehrLounge transportiert über drei bereichs-spezifische Shortcut-Reihen hochschuldidaktische Fortbildungsmaßnahmen zu einer Zielgruppe, die sich durch große fachliche Nähe kennzeichnet. Für die thematische Konzeption der Shortcuts griff die IFB auf diverse Veranstaltungsevaluationen zurück, in denen von Lehrenden und Studie-renden konkrete Fortbildungsbedürfnisse oder erforderliche Qualifikationen der Lehrenden benannt wurden. Diese Themenvorschläge (z.B. Heterogenität, Lernzielorientierung) wurden gemeinsam mit Fakultätsvertretern aus den drei Wissenschaftsdisziplinen diskutiert, zu drei Clustern verdichtet und zuletzt bereichsspezifisch modifiziert. Derzeit finden die Shortcut-Reihen der LehrLounge semes-terbegleitend statt.

Im April 2012 richtet die IFB on top zu den Shortcut-Reihen die LehrLounge-Tagung aus. Hier wird das Motto der LehrLounge „Der Lehre Raum geben“ innovativ interpretieren. Die Tagung steht im Zeichen räumlicher Dimensionen von Lehre und fokussiert den Lehrraum selbst sowie scheinbar raumspezifische didaktische Methoden. Wir eröffnen einen intensiven Einblick in acht außerge-wöhnliche Lehrräume (z.B. ingenieurwissenschaftliche Lernfabrik, Gerichtslabor, Steinbruch, Prob-lemorientiertes Lernzentrum der Medizinischen Fakultät) und treten vor Ort in einen interdiszipli-nären Dialog zu didaktischen Prinzipien und Herausforderungen. Ziel ist es, alltagsfähige Hand-lungsoptionen für die individuelle Lehre in klassischen Lehrräumen zu erkennen und auf die Lehre im eigenen Fach zu transferieren.

Die DOSS 2012 liegt zeitlich genau zwischen den beiden LehrLounge-Stufen – den bereichsspezifi-schen Shortcuts und der interdisziplinären Tagung –, sodass wir ein Fazit zu den Shortcut-Reihen ziehen und einen Blick nach vorne auf die Tagung werfen werden. Hierbei gehen wir im Rahmen des Praxisberichts in vier Schritten vor: Von der Herleitung der Idee des LehrLounge Projekts, über die Konzeption der Angebote bis hin zur Auswertung der bisherigen Umsetzung, abgerundet von einem Blick auf das Vorgehen im Kontext der Tagung.


MathePlus - Begleitmaßnahmen für Mathematik in der Servicelehre

Michael Kallweit, Birgit Griese, Eva Glasmachers

Im Rahmen des Projekts MP2, Mathe/Plus/Praxis, werden an der Ruhr-Universität Bochum Studierende verschiedener Ingenieurstudiengänge in Mathematik unterstützt. Als Antwort auf die Forderung nach mehr MINT-Absolventen wird MP2 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz-Nixdorf-Stiftung gefördert und startete im WS 2010/2011. Im Projektteil MathePlus werden Lernstrategien in Kombination mit fachlichen Inhalten präsentiert, eingeübt und erprobt. Die mehrjährige Projektdauer erlaubt es, im zweiten Durchgang einige Adaptionen vorzunehmen, die hier genauer vorgestellt werden.
MathePlus geht von der Grundannahme aus, dass viele Studierende häufig bereits zu Beginn ihres Studiums aufgrund mangelnder Lern- und Arbeitsorganisation scheitern. Im WS 2010/2011 wurden die TeilnehmerInnen nach einer schriftlichen Bewerbungsphase in drei Gruppen eingeteilt, die sich durch die jeweils angebotenen Unterstützungsmaßnahmen unterschieden: die Supported Learning Group (SLG), die Self-Directed Group (SDG) und als reine Kontrollgruppe die Monitored Group.
SLG: Helpdesk, eLearning, Lerntagebuch (nach [2]), Vorbereitungsübung
SDG: Helpdesk, eLearning, Lerntagebuch, Repetitorium

Im Verlaufe des Projektes wurden verschiedene qualitative und quantitative Daten (u.a. [3]) erhoben und in Beziehung zu den Prüfungsergebnissen gesetzt. Die Resultate[1] lieferten die Grundlage für eine Adaption der Maßnahmen für den zweiten Durchgang im WS 2011/2012 und ihre stärkere Verzahnung.
SLG: Helpdesk, eLearning, Arbeitsbuch, Learning-Log, Repetitorium, Paten, Lerngruppe
SDG: Helpdesk, eLearning, Arbeitsbuch, Learning-Log, Repetitorium

Das neu eingeführte Arbeitsbuch greift das wöchentliche Schwerpunktthema der Lerngruppe auf und regt zum selbstständigen Erproben der Lernmethode an. Projektteilnehmer aus dem ersten Jahr unterstützen die aktuellen Erstsemester als Paten mit ihren persönlichen Erfahrungsberichten und Tipps. Die Fokussierung der wöchentlichen Treffen (Lerngruppe, vorher Vorbereitungsübung) liegt nun stärker auf dem eigenständigen und kooperativen Arbeiten, was sich ebenfalls in dem neu organisierten Helpdesk wiederfindet.
In unserem Praxisbericht werden die Maßnahmen, sowie einige Ergebnisse im Detail präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Literatur
[1] Griese, B. & Glasmachers, E. & Härterich, J. & Kallweit, M. & Roesken, B. (2012). Engineering Students and their learning of mathematics. Roesken, B. & Casper, M. (Hrsg.), Proceedings of the 17th MAVI Conference (S. 87-99).
[2] Landmann, M. & Schmitz, B. (2007). Die Kombination von Trainings mit standardisierten Tagebüchern: Angeleitete Selbstbeobachtung als Möglichkeit der Unterstützung von Trainingsmaßnahmen. M. Landmann & B. Schmitz (Hrsg.), Selbstregulation erfolgreich fördern. Praxisnahe Trainingsprogramme für effektives Lernen (S. 151-163). Stuttgart: Kohlhammer.
[3] Wild, K.-P. & Schiefele, U. (1994). Lernstrategien im Studium. Ergebnisse zur Faktorenstruktur und Reliabilität eines neuen Fragebogens. Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie, 15, 185-200.


MathePraxis – Anspruchsvolle Mathematik-Anwendungen für Ingenieur-Studierende im ersten Studienjahr

Jörg Härterich, Aeneas Rooch

In dem Praxisbericht sollen die Erfahrungen mit MathePraxis vorgestellt werden, einer Unterstützungsmaßnahme für Zweitsemester in den Studiengängen Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Umwelttechnik.
MathePraxis ist als Teilprojekt eingebunden in das Maßnahmenpaket Mathe/Plus/Praxis (MP²), mit dem an der Ruhr-Universität Bochum versucht wird, frühem Studienabbruch in den Ingenieurwissenschaften entgegenzuwirken. Dabei wird davon ausgegangen, dass Probleme in Mathematik nicht allein fachlich begründet sind, sondern dass sich grundsätzliche Schwierigkeiten im Bereich der Arbeitstechniken und der Motivation zuerst in den „harten“ Fächern Mathematik und Mechanik manifestieren. MathePraxis soll gezielt den Motivationsproblemen entgegenwirken, die daraus resultieren, dass die Inhalte der Grundvorlesungen erst zu einem späteren Zeitpunkt im fachlichen Kontext angewendet werden.
In Zusammenarbeit mit ingenieurwissenschaftlichen Lehrstühlen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fakultät für Mathematik daher praxisnahe Projekte identifiziert, in denen Themen der Mathematikvorlesung eine wichtige Rolle spielen. Diese wurden daraufhin für eine weitgehend selbständige Bearbeitung durch Kleingruppen von Studierenden anhand von Leittexten vorbereitet, siehe [1].
Im Sommersemester 2011 konnten ca. 30 Studierende an den Projekten teilnehmen, die von zwei Wissenschaftlichen Mitarbeitern betreut wurden. Die Studierenden befassten sich im Team mit Hilfe der Leittexte und anderer Materialien mit jeweils einem der drei Themen

Ausbalancieren mit Differentialgleichungen: Der Segway
Immer cool bleiben: Der Rippenkühler
Mit Trigonometrie schaukelfrei ans Ziel: Geschickte Kransteuerung

Für die Bearbeitung der zugehörigen Fragen und Aufgaben war es jeweils notwendig, mehrere mathematische Themen und Techniken wie lineare Differentialgleichungen, Eigenwertberechnung, Taylor-Reihen oder mehrdimensionale Differentialrechnung zu kombinieren. Im Rahmen einer begleitenden Befragung wurden die Ansichten der Studierenden zur Mathematik (siehe auch [2]) sowie zur Bedeutung einzelner Themenfelder untersucht. Zum Abschluss wurden die Ergebnisse der Projektarbeit im Rahmen eines Präsentationsnachmittags für die anderen MathePraxis-Teilnehmer, Kommilitonen und Gäste vorgestellt.
In dem Praxisbericht werden die Maßnahmen, die Erfahrungen bei der ersten Durchführung und die Ergebnisse der Begleitstudie [3] vorgestellt sowie ein Ausblick auf die weiteren Perspektiven von MathePraxis gegeben.

Literatur
[1] Härterich, J., Kiss, C., Rooch, A., Mönnigmann, M., Schulze Darup, M., Span, R. (2011). MathePraxis -
Connecting first year mathematics with engineering applications, Preprint
[2] Berkaliev, Z., Kloosterman, P. (2009). Undergraduate Engineering Majors' Beliefs About Mathematics,
School Science and Mathematics, Vol.109(3), 175-182.
[3] Rooch, A., Kiss, C., Härterich, J. (2011). Brauchen Ingenieure Mathematik? - Wie Praxisbezug die Ansichten
über das Pflichtfach Mathematik verändert, Preprint


Mehr als 'nur' Bewerbungsunterlagen - Wie man durch eine praxis- und transferorientierte Weiterbildung Lehr- und Forschungsportfolios zur Verbesserung der eigenen Lehrqualität nutzen kann

Dr. Eva Reichmann

Die meisten angebotenen Weiterbildungen zum Thema Lehrportfolio oder Forschungsportfolio beschäftigen sich lediglich mit Formalien, äußerer Form und möglichen Themen. Der Fokus liegt dabei nur auf dem bei Bewerbungen verwendbaren Endprodukt.
Portfolioarbeit ist ein reflektierender Prozess. Wird dieser in einer Weiterbildung gut angeleitet, entsteht nicht nur ein Bewerbungsinstrument, sondern es verbessert sich auch die Qualität der Lehre der Teilnehmer/innen. Wichtig dabei ist, übungsorientiert, praxisnah und mit dem Blick auf den Transfer in den Arbeitsalltag zu arbeiten.

In der Kurzpräsentation werden Bausteine des mehrtägigen Weiterbildungskonzepts kurz erläutert, die Erfahrungen in der Umsetzung geschildert und die praktischen Auswirkungen auf die Qualität der Lehre beschrieben.


Mixed-methods Research in der Qualitätsentwicklung hochschuldidaktischer Weiterbildungsprogramme - Die wissenschaftliche Begleitung des Zertifikatsprogramms "Lehrqualifikation Advanced" an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jan Fendler, Projektkoordinator LehreLernen

Deutsche Hochschulen sind mit steigenden Studierendenzahlen bei gleichbleibenden personellen Ausstattungen konfrontiert (Alesi, Kehm, & Teichler, 2005). Deshalb gewinnen hochschuldidaktische Weiterbildungen und aussagekräftige Lehrbelege an Bedeutung.
An der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde hierzu 2008 das Zertifikatsprogramm „Lehrqualifikation Advanced“ eingeführt. In diesem zweijährigen hochschuldidaktischen Programm, das sich am Dreischritt der Lehre (Hiebert, Gallimore, & Stigler, 2002) orientiert, werden erfahrene Lehrende in der Weiterentwicklung ihrer Lehrkompetenz systematisch unterstützt. Hierzu besuchen sie ganztätige hochschuldidaktische Workshops und regelmäßige Veranstaltungen zur Reflexion des eigenen Lehransatzes. Des Weiteren werden sie in einer ihrer Lehrveranstaltungen per Videoaufzeichnung und individuellem Feedback unterstützt. Ein Lehrportfolio als individueller Beleg ihres Lehrens und Lernens ist ebenfalls Teil des Programms (Fendler & Gläser-Zikuda, 2011; Szczyrba, 2009; von Queis, 1994).
Das hochschuldidaktische Zertifikatsprogramm "Lehrqualifikation Advanced" wurde von 2009 bis 2011 systematisch wissenschaftlich begleitet. Mittels Vergleichsstichproben und Follow-up-Messungen wurden in einem mixed-method-Ansatzes die Entwicklung des Lehransatzes, des Lehrwissens, der metakognitiven Selbstregulation und der Lehrmotivation kontrolliert (Johannes, Fendler, Hoppert, & Seidel, 2011). Hierzu wurden Fragebögen und Interviews sowie Lehrportfolios als Erhebungsinstrumente eingesetzt.
Im Vortrag sollen erste Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert werden.

Literatur:
Alesi, B., Kehm, B. M. & Teichler, U. (2005). Stand der Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen im Bologna-Prozess sowie in ausgewählten Ländern Europas im Vergleich zu Deutschland. Praxis. Kassel: Wissenschaftliches Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung Universität Kassel.
Fendler, J. & Gläser-Zikuda, M. (2011). Das Lehrportfolio. HDS.Journal, 1, 29-42.
Hiebert, J., Gallimore, R. & Stigler, J. W. (2002). A knowledge base for the teaching profession: What would it look like and how can we get one? Educational Researcher, 31(5), 3-15.
Johannes, C., Fendler, J., Hoppert, A. & Seidel, T. (2011). Projekt LehreLernen (2008-2010): Dokumentation der Erhebungsinstrumente. München; Jena.
von Queis, D. (1994). Karriere durch Lehre - Das Lehrportfolio zur Dokumentation der Lehrkompetenz. Handbuch Hochschullehre (10th ed.). Bonn.
Szczyrba, B. (2009). Das Auge kann sich selbst nicht sehen. - Selbstevaluation mit dem Lehrportfolio. In A. V. Richthofen & M. Lent (Eds.). Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre. Bielefeld: Bertelsmann, 158-169


New@TUM: ein Programm für neuberufene Professoren/innen

Dr. Annette Spiekermann, Katharina Wendl M.A. und Dipl.-Psych. Rudolf Aichner

Wir berichten über das seit Oktober 2009 laufende und aus Studienbeiträgen finanzierte Programm New@TUM für neuberufene Professor/innen.

Das Ziel des Programms ist die Sicherung und Verbesserung der Lehrqualität an der Universität ab und mit Auswahl der zu berufenden Professor/innen. Zu diesem Zweck wird die Orientierungsphase der Neuberufenen besser strukturiert und effizienter gestaltet und der Zielgruppe frühzeitig und systematisch die Lehr- und Lernkultur der TU München erschlossen.

Die Strategie des Programms setzt bereits am Berufungsverfahren an, um die Relevanz der Lehrqualität schon ab der Ausschreibung zu erhöhen. Dazu gehört auch, die studentischen Vertreter in Berufungskommissionen zu schulen. Der erfolgreichen Berufung folgt die ausschließlich persönliche Ansprache der Neuberufenen und das kombinierte Angebot aus einem 2-tägigen Retreat und einer 2-jährigen individuellen Begleitung auf der Basis von Lehrprojekten. Alle Aktivitäten fokussieren auf Vernetzung: fakultätsübergreifende Vernetzung der neuberufenen Professor/innen, Vernetzung des Schulungsangebots (mit Kooperationspartnern) über Lehrthemen hinaus, Synergien mit andern hochschuldidaktischen Projekten an der Universität und einen aktiven Brückenschlag zu den zentralen Institutionen und Gremien der Universität.

Vision des Programms New@TUM ist es, die Neuberufenen für Belange der Hochschullehre zu sensibilisieren, damit die Zielgruppe später - inzwischen in Schlüsselpositionen der Selbstverwaltung eingebunden - nachhaltig zu einer Strukturveränderung an der Universität beiträgt. Didaktisch geschulte (neuberufene) Professor/innen ergänzen und unterstützen so die Multiplikatoren und Absolventen des Intensivkurses dabei, die Lehrqualität an der TUM zu steigern.


PoL, problem-based learning

Prof. Dr. Fred G. Becker

Auf Basis der langjährigen Erfahrung mit interaktiven Lehrmethoden werden seit dem SS 2009 betriebswirtschaftliche Bachelor-Lehrveranstaltungen auf Basis der Lehr-Lernmethode des problemorientierten Lernens (PoL; problem-based learning) durchgeführt. Hierbei liegt die Funktion des Einsatzes i. W. in der Substitution mehrerer klassischer Vorlesungstermine durch PoL-Veranstaltungen, die in Kleingruppen (von 90/72/60/48 Studierenden werden die Gruppen auf 3 bis 5 Personen reduziert) stattfinden. Es gilt im Praxisbericht das Konzept und v. a. seine Umsetzung in den Lehrveranstaltungen durch zeitlich „parallel“ stattfindende PoL-Veranstaltungen mit reduzierten Gruppengrößen darzustellen.

Die (von uns gestalteten) PoL-Termine generieren verschiedene, zu begründende Vorteile: (1) PoL fordert durch die Teilnehmer(innen) eine selbstständige Definition des Problems zu einer vorgegebenen Aufgabensituation ein und übt insofern eine praxisbezogene Vorgehensweise ein. (2) PoL demonstriert, dass durchaus unterschiedliche Vorgehensweisen (Mittel) zum Ziel führen (können). (3) PoL regt die eigenständige, kognitive Wissensaneignung und -erweiterung an (Fachkompetenz) (4) Durch die anwendungsorientierte Kleingruppenarbeit werden sowohl Methoden- als auch Sozialkompetenzen gefördert. (5) Jede/r Studierende präsentiert mehrfach im Semester. (6) Unsere Evaluationen sowie Erfahrungen zeigen deutliche positive Auswirkungen auf das durchschnittliche Lernniveau.

Der Erfolg der Neugestaltung der Veranstaltung führt zu einer Umgestaltung anderer Veranstaltungen v. a. im Bachelorstudium. Ab WS 2013/14 wird ein komplettes Modul „Personalmanagement“ mit PoL angeboten. Die Modulkonzeption basiert auf unseren PoLErfahrungen in verschiedenen BWL-Lehrveranstaltungen, Hinweisen aus Besuchen an PoLerfahrenen Hochschulen (Universität Maastricht, Charité Berlin) sowie auf in der Unternehmungspraxis erhobenen real existierenden Problemen.

Im Rahmen des Praxisberichts sind auch offene Fragen und Probleme, die mit dem PoLEinsatz zusammenhängen, anzusprechen. Dieses betrifft im Wesentlichen drei Aspekte: (1) PoL stellt an der Universität Bielefeld eine „Insellösung“ dar. (2) Die PoL-Termine sind aus didaktischen Überlegungen mit einer Anwesenheitspflicht (inkl. aktiver Mitarbeit) verbunden. Dies stößt nicht nur auf Akzeptanz. (3) PoL-Veranstaltungen werden von den Studierenden als anstrengend empfunden. (4) Dieses kann zudem zu einer nicht intendierten Selbstselektion führe. (5) Der Einsatz von PoL erfordert zusätzliche Finanzmittel, um wissenschaftliche Hilfskräfte für die PoL-Termine finanzieren zu können.


ProDiversität - ein Programm zur Kompetenzentwicklung

Nicole Auferkorte-Michaelis und Bettina Hieming

Das Programm zur Kompetenzentwicklung ist ziel- und leistungsvereinbarungsrelevant, wurde von der Prorektorin für Diversity-Management initiiert, gemeinsam mit hochschulinternen Akteursgruppen entwickelt und ist Bestandteil der Diversity-Management-Strategie der Universität Duisburg–Essen.
Das Programm ist wie ein Baukastensystems aufgebaut und zielt darauf ab, die Kompetenzen im Diversity Management dezentral weiter zu entwickeln und den Umgang mit Heterogenität in der Universität zu professionalisieren.
Die Beispiele für Maßnahmen richten sich an interne Multiplikator/inn/en in den Fakultäten für den Bereich Studium und Lehre. Multiplikator/inn/en sind Personen, die mit Studierenden interagieren und ihr Studium begleiten.
Diese Personen sind entweder in der Lehre, Beratung, Betreuung und in der Schnittstellenkommunikation mit den Studierenden bzw. in einer hybriden Form (Tutor/inn/en) tätig.
Die Kompetenzentwicklung der Multiplikator/inn/en bezieht sich dabei insbesondere auf die Aufgaben im Bereich Studium und Lehre: begleiten, betreuen, lehren, beraten, informieren. In diesen Bereichen kann zwischen vier unterschiedlichen Zielsetzungen der Kompetenzentwicklung unterschieden werden: Sensibilisierung, Verständnis, Fähigkeiten und Fertigkeiten und Handeln.


Qualifizierung von Lehrenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter/inne/n als Tutoren-Trainer

Bianca Sievert

Erfahrungsbericht, wie die Ausbildung „Train-the-Tutor“ nachhaltig die Qualität von Lehren und Lernen verbessern kann

Gut ausgebildete Tutor/innen sind ein dreifacher Gewinn für eine Hochschule:

  • sie unterstützen Studierende beim Lernen und erhöhen so deren Lernerfolg,
  • sie vertiefen in Tutorien Lehrinhalte und entlasten so Lehrende,
  • dadurch steigt die Qualität der Lehre und des Lernens – was das Ansehen und die Attraktivität, aber auch die Erfolge der Hochschule steigert.

Damit die Tutor/innen ihre Aufgaben erfüllen können, ist es wichtig, sie nicht nur auf fachspezifische Inhalte zu schulen. Eine umfassende, auf die spezifischen Aufgaben von Tutorengruppen inhaltlich ausdifferenzierte methodisch-didaktische Ausbildung schafft die Voraussetzungen dafür, dass Tutor/innen z.B. auch berufliche Orientierung oder Schlüsselkompetenzvermittlung begleiten können.
In diesem Zusammenhang macht es Sinn, Lehrende und/oder wiss. Mitarbeiter als Tutoren-Trainer auszubilden, um diese Ausbildungskompetenz in die Fakultäten zu tragen. Trainingshandwerk unterscheidet sich grundlegend von fachlicher Methodik, weshalb wir dazu ein Konzept für eine spezifische „Train-the-Tutor“-Ausbildung entwickelt und bereits mehrfach in der Praxis an Hochschulen erprobt haben.
In der Kurzpräsentation werden Bausteine des Weiterbildungskonzepts „Train-the-Tutor“ für Lehrende und wissenschaftliche Mitarbeiter kurz erläutert, die Erfahrungen in der Umsetzung geschildert und die praktischen Auswirkungen auf die Qualität der Lehre beschrieben.


Qualitätssicherung innerhalb des Tutorenprogramms des Karlsruher Instituts für Technologie - am Beispiel der Prozessbegleitung des Tutoriums Maschinenkonstruktionslehre der Fakultät Maschinenbau

Natalie Baumeister, Anne-Marie Fleischmann und Katrin Klink

Dieser Praxisbericht soll die Prozessbegleitung, die innerhalb des Tutorenprogramms „Start in die Lehre“ am KIT geleistet wird am Beispiel eines Tutoriums mit einem besonderen (Kolloquiums-) Format darstellen. Die Teilnehmer/innen kennen die nötigen Voraussetzungen und Maßnahmen, die zur Qualitätssicherung für Tutorien am KIT getroffen werden und können deren Einsatz in der eigenen Hochschule abwägen.

Maßgeschneiderte hochschuldidaktische Weiterbildungsmaßnahmen treffen auf eine große Akzeptanz in den jeweiligen Fachbereichen und können beim Aufbau von Lehrkompetenz mitwirken. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Lehre kann durch dessen stärkere Präsenz in den Instituten angestoßen werden und zu positiven Auswirkungen auf die Lehr- Lernkultur führen. Das Tutorenprogramm “Start in die Lehre” des Karlsruher Instituts für Technologie hat zum Ziel, studentische Tutor/innen auf ihre Lehrtätigkeit vorzubereiten und sie während dieses Prozesses zu begleiten. Bestandteile des Programms sind je nach Format des Tutoriums zugeschnittene Grundlagen- und Aufbauworkshops, deren methodisch-didaktischen Inhalte in Absprache mit den Institutsverantwortlichen konzipiert werden. Weitere Bestandteile sind kollegiale sowie Expertenhospitationen, interdisziplinäre Praxisberatungen und ein individuelles schriftliches Feedback für die Reflexionsarbeiten der Tutoren am Ende ihrer Lehrtätigkeit. Um die Institute im Rahmen des Tutorenprogramms optimal zu begleiten werden die aus den oben genannten Bestandteilen gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam reflektiert und umgesetzt. Eine enge fachliche Verzahnung ist Ziel der Prozessbegleitung und erfolgt durch die intensive Zusammenarbeit mit den Fachvertretern. Am Beispiel des Tutoriums Maschinenkonstruktionslehre soll dargestellt werden, wie eine maßgeschneiderte Konzeption mit enger fachlicher Verzahnung erarbeitet und umgesetzt wurde. Eine Optimierung des Tutoriums im Sinne des Constructive Alignments wurde somit erreicht.


RoQ'n RoL – Rosenheimer Qualität in der Rosenheimer Lehre

Prof. Dr. Stefanie Winter

Bei der vorgestellten Initiative, die im Rahmen des deutschlandweiten Wettbewerbs „Wandel gestalten“ durch den Stifterverband für die deutsche Wissenschaft als herausragendes Konzept zur Unterstützung des Wandels in der Hochschullehre ausgezeichnet wurde, handelt es sich um eine etwas „andere“ Herangehensweise an den Thema der Qualität der Lehre. In Ergänzung zu herkömmlichen Qualitätsmanagementansätzen geht es insbesondere um die Förderung einer wertschätzenden Einstellung und Stimmung gegenüber Lehre, die gute Praxisbeispiele erlebbar macht und eine Kultur entstehen lässt, in der moderne Lehr- und Lernansätze fantasievoll und unbürokratisch stetig weiterentwickelt werden. Das experimentierfreudige und schwungvolle Vorgehen kommt bereits in der Namensgebung der Initiative zum Ausdruck: „RoQ’n RoL“ steht für die „Rosenheimer Qualität in der Rosenheimer Lehre“ und verfolgt die Zielsetzungen:

  • die Wichtigkeit des Themas Qualität in der Lehre deutlich zu machen
  • eine Austauschplattform zur Anerkennung herausragender Qualität in der Lehre zu schaffen
  • Lehrende über innovative Lehrideen zu informieren und zum Einsatz in der eigenen Lehre zu motivieren
  • das Selbststudium zu unterstützen und Beratungsinitiativen auszubauen
  • Lehr- und Lernwelten lernerorientiert und partizipativ zu entwickeln und zu gestalten
  • basierend auf der Motivation und den Ideen von Lehrenden und Lernenden eine Qualitätskultur entstehen zu lassen.

In der Umsetzung ist es uns wichtig, dass die RoQ’n RoL-Initiative

  • Studierende und Lehrende gleichermaßen anspricht und einbezieht
  • motiviert und Freude macht und keinen Druck oder Zwang ausübt
  • modern und innovativ ist
  • die Hochschule nach innen und außen positiv präsentiert
  • Kooperation und Austausch zwischen allen Beteiligten fördert
  • eine Sicht auf Lehre als ein Gemeinschaftsprodukt stärkt

In Form eines anschaulichen Praxisberichtes wird die Initiative mit ihren einzelnen Konzeptbestandteilen, Maßnahmen und lebhaften Umsetzungsbeispielen vorgestellt und in Bezug auf die praktischen Erfahrungen in der Umsetzung im Hochschulalltag diskutiert.


Studiengangs- und Modulverantwortlichkeit: Bedeutung im Bologna-Prozess und Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung

Peter Salden

Die Kompetenzorientierung der neuen Studiengänge macht noch stärker als zuvor eine Koordination von Studieninhalten notwendig. Dies gilt sowohl innerhalb von Modulen als auch zwischen Modulen, denn um Kompetenzen schrittweise zu entwickeln, müssen sie im Idealfall von Veranstaltung zu Veranstaltung sowie von Modul zu Modul vorangebracht werden. Die Koordination ist umso mehr dann nötig, wenn nicht jede Veranstaltung eines Moduls mit einer Prüfung abgeschlossen wird, sondern eine übergreifende Prüfung stattfindet.

Eine ideale Lösung des Problems sieht auf einer ersten Ebene Modulverantwortliche vor, die innerhalb eines Moduls die Inhalte der einzelnen Veranstaltungen koordinieren und auch die Hauptverantwortung für Prüfungen und administrative Fragen haben. Auf einer zweiten Ebene schließen sich die Modulverantwortlichen zur Abstimmung der Inhalte zwischen den Modulen zusammen. Die Hauptverantwortung für einen Studiengang hat ein/e StudiengangsleiterIn. Diese Funktion ist gerade auch aus Sicht der Verwaltung notwendig, um ausdrückliche AnsprechpartnerInnen für Fragen zu einem Studiengang zu haben (z.B. in Revisionsprozessen, bei Akkreditierungen).

In der Praxis werden Modul- und Studiengangsverantwortung sehr unterschiedlich gehandhabt. So werden Verantwortungen an Einzelpersonen für ganze Studiengangsgruppen vergeben, in die Qualitätssicherung ausgelagert etc. Die Einführung des skizzierten Modells trifft dagegen zumindest solange auf Widerstand, wie den HochschullehrerInnen nicht sein Wert insb. auch gegenüber dem Vorwurf der Überbürokratisierung gezeigt werden kann.

Der Praxisbericht soll aus der Perspektive von Hochschuldidaktik und Qualitätsentwicklung den Sinn von Studiengangs- und Modulverantwortlichkeit darstellen, den heterogenen Stand der Einführung an der Universität Hamburg skizzieren sowie auf praktische Hürden und Lösungsansätze eingehen. Anlass des Berichts sind die Erfahrungen, die im Zusammenhang mit einem Evaluationsprojekt des Verbunds Norddeutscher Universitäten gemacht wurden bzw. werden.


Studierende beteiligen an hochschuldidaktischen Innovationen

Dr. Sabine Marx, Dr. Thanh-Thu Phan Tan, Dipl.-Päd. Thomas Czerwionka und Wiebke Fleck

Die Beteiligung Studierender an hochschuldidaktischen Maßnahmen und Projekten hat am Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen (KHN) eine lange Tradition. So konnte über Jahre im Bereich der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen Erfahrung gesammelt werden, wie Lehre durch die Übertragung von Verantwortung an Studierende besonders gut gelingt (1). Auch die Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Ansätze ist am KHN undenkbar ohne studentische Inspirationen.

Der Praxisbericht bietet zunächst einen Überblick zu den Formen und Inhalten studentischer Beteiligung am hochschuldidaktischen Konzept des KHN. Im Anschluss wird am Beispiel eines aktuellen Projekts der Stellenwert studentischer Beteiligung dargestellt. Seit zwei Jahren unterstützt das KHN die Nutzung des Lernmanagementsystems Stud.IP an der TU Braunschweig durch ein vielfältiges Informations-, Schulungs- und Beratungsangebot, das sich vorrangig an Lehrende richtet und maßgeblich von Studierenden gestaltet und durchgeführt wird. Die zahlreichen verschiedenen Unterstützungsangebote und -formate reichen von standardisierten, kurzfristigen Pauschalmaßnahmen bis zur individuell zugeschnittenen, mehrmonatigen Einzelbetreuung und bieten den Studierenden die Möglichkeit, sich mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen einzubringen. Dabei werden sie aufgrund ihrer umfassenden Stud.IP-Kenntnisse von den Lehrenden als ExpertInnen wahr- und ernstgenommen. Die Studierenden entwickeln und erweitern in der statusübergreifenden und interdisziplinären Zusammen-arbeit mit den Lehrenden ihr Gespür für deren Bedürfnisse und können ihnen zugleich aus studentischer Perspektive unmittelbar Feedback zu (didaktischen) Ideen/Vorstellungen etc. geben. Die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der Projektleitung sind in Bezug auf die Unterstützungsangebote überwiegend konzeptionell und organisatorisch tätig und lassen den Studierenden größtmögliche Gestaltungsfreiräume. Diese Freiräume, das positive Feedback von den Lehrenden und das hohe Maß an Eigenverantwortung, mit dem die Studierenden im Projekt arbeiten, bilden die Grundlage für deren ausgeprägte Motivation und eine Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung.
Abschließend wird die Rolle der Studierenden im kommenden, vom BMBF im Rahmen des Qualitätspakts Lehre geförderten Projekt "Teach4TU" skizziert. Hier werden Hochschullehrende in ihrem Qualifizierungsprozess durch Coaching und Beratung in der Lehre begleitet und Studierende dabei auf mehreren Ebenen systematisch einbezogen: Sie gestalten Lehrveranstaltungen mit, sind aktive Mitglieder in Fachzirkeln, bewerten und prämieren innovative Lehrideen und sind an der Evaluation des Qualifizierungsprogramms beteiligt. Die Mitgestaltung durch die Studierenden auf Augenhöhe entspricht nicht nur dem Hochschulleitbild "Viel Raum für eigene Ideen", sondern wirkt sich durch die Einbindung des Projekts in das Qualitätsmanagement in Studium und Lehre auch direkt auf die Qualitätsentwicklung der TU Braunschweig aus.

(1) vgl. Gralfs, S., & Marx, S. (2009). Qualifizierung von Schlüsselkompetenztutorinnen und -tutoren an der TU Braunschweig. SQ-Forum, 7(1), 97-104.


Unterstützung und Vernetzung engagierter Lehrender in den Fakultäten am Beispiel des Multiplikatorenprogramms an der Technischen Universität München

Dr. Andreas Fleischmann, Caroline Hein

Das Multiplikatorenprogramm von ProLehre hat zum Ziel, die Qualität der Lehre in den Fakultäten bedarfsorientiert zu fördern, indem ausgewählte und besonders in der Lehre engagierte Lehrende zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fortgebildet werden. Als solche wirken sie nach einer einsemestrigen Phase gezielter Weiterqualifizierung (Beratungskompetenz, Change-Management, Organisations- und Hochschulentwicklung, Projektplanung) in den Fakultäten als Lehrunterstützer, Lehrbegleiter und Lehrberater. Durch die Verzahnung mit ProLehre sowie dem wachsenden Netzwerk der Multiplikatoren haben sie zudem die Chance, ihr eigenes Profil als Lehrende zu schärfen, interdisziplinäre Projekte anzustoßen und ihr Engagement für die Lehre lebenslaufwirksam zu dokumentieren. Schlussendlich soll das Multiplikatorenprogramm dazu dienen, das Engagement und die Begeisterung dieser Personen für die Lehre zu honorieren, um dadurch die Bedeutung von Lehre im Hochschulkontext nachhaltig zu stärken.
Das Programm hat im September 2011 begonnen. Wir berichten über unsere Erfahrungen (Erfolge, Widerstände, Rückschläge)

  • in der Rekrutierung der Multiplikatoren,
  • in der Ausbildung der Multiplikatoren,
  • in der Vernetzung der Multiplikatoren untereinander,
  • in den Verhandlungen mit den Studiendekanen

und von den einzelnen Projekten, die von den Multiplikatoren zurzeit an ihren Fakultäten initiiert werden.


Vom Wandel der Qualitätskultur zum Wandel der Lehr- und Lernkultur

Prof. Dr. Thilo Harth, Dr. Annika Boentert und Dr. Christina Müller

Im Rahmen des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre hat die Fachhochschule Münster ein Konzept entwickelt, das an die erfolgreiche Umsetzung eines hochschulweiten Qualitätsmanagements anknüpft und den Wandel der Lehr- und Lernkultur beschleunigen soll. Im Projekt 'Qualität bewegt' setzte die Hochschule gezielt auf eine Aktivierung aller Hochschulmitglieder und einen regen Prozess des wechselseitigen Lernens. Diese Strategie soll im Projekt 'Wandel bewegt' aufgegriffen werden, das zum Januar 2012 startet und wozu im März 2012 erste Praxiserfahrungen vorliegen. Die verstärkte Implementierung kompetenzorientierten Lehrens und Prüfens soll u.a. über eine Qualifizierungsoffensive für die Lehrenden, ein hochschulweit abgestimmtes Beratungs- und Betreuungssystem sowie ein hochschulinternes wettbewerbliches Antragsverfahren gelingen. Unsere Planungen sind im vollen Gang und bereits im Januar starten die ersten Maßnahmen. Der Praxisbericht wird Konzept, Ideen und konkrete Umsetzungsschritte vor- und zur Diskussion stellen.



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