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Studieninhalte

Im folgenden sind die Inhalte der einzelnen Module des o.g. Studiums aufgeführt.

 

Modul 1: Unternehmensverfassung, Partizipation und Unternehmenskultur

Dozent: Prof. Dr. Martin K. Welge

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen folgende Fragen, die jede Unternehmung im heutigen Wettbewerb zu beantworten hat:

  • Welche langfristigen Ziele sollen verfolgt werden?
  • in welchen Geschäftsfeldern soll das Unternehmen tätig sein?
  • mit welchen langfristigen Maßnahmen soll der Wettbewerb in den Geschäftsfeldern bestritten werden?
  • was sind die Kernfähigkeiten, mit denen das Unternehmen im Wettbewerb bestehen kann?
  • was ist zu tun, um die langfristigen Maßnahmen umzusetzen?

Zur Beantwortung dieser Fragen wird ein Prozessmodell eingeführt, das die vielfältigen Aufgaben des strategischen Managements ordnet, systematisiert und in eine idealtypische Reihenfolge bringt. Besonderes Gewicht wird auf die Strategieumsetzung gelegt, wo Fragen der Partizipation und Unternehmenskultur eine besonders große Rolle spielen.

Themenschwerpunkte:

  • Unternehmens- und Betriebsverfassung
  • Leitbilder der Unternehmen
  • Shareholder und Stakeholder Value
  • Internationale Entwicklungen

(2 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 2 und 3: HRM / Personalmanagement I u. II

Dozenten:

  Modul 2: Prof. Dr. Norbert Scharfenkamp

  Modul 3: Ingrid Lange

Die neue Managementliteratur und die aktuelle Praxis der Unternehmensstrategie sind sich einig, dass die Qualifikation, die Motivation und das Engagement der Beschäftigten die wichtigsten Elemente für die produktive und effiziente Bewältigung der Zukunft sind. Personalarbeit wird damit für die Unternehmen zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Das bedeutet: Human Resource Management bzw. Personalmanagement muss zum Einen systematisch als Eckpfosten der unternehmerischen Gesamtstrategie- Entwicklung integriert werden und zum Anderen durch jede Führungskraft unterstützt durch den Personalbereich in der alltäglichen Arbeit mit Leben gefüllt werden. Auf dieser Basis wird sich Personalmanagement als Business Partner etablieren.

Auf beide Aspekte wird in den Veranstaltungen eingegangen. Im Personalmanagement I stehen betriebswirtschaftlich-strategische und im Personalmanagement II verhaltenswissenschaftlich-mitarbeiterbezogene Aspekte im Vordergrund. Die Teilnehmer kennen nach dem Besuch der Module die Hintergründe, die Interessen der Beteiligten sowie die Methoden und Instrumente eines derartig gestalteten Human Ressource Management / Personalmanagement.

Themenschwerpunkte:

HRM / Personalmanagement I (betriebswirtschaftlich-strategisch)

  • Personal `runter, Aktienkurse `rauf? Personalmanagement zwischen Kosten, Leistung und sozialer Verantwortung
  • „Von der Hand in den Mund“ oder nachhaltiges Personalmanagement? Brauchen Unternehmen eine Personalstrategie, sollen und können sich Arbeitnehmervertreter an der Formulierung einer Personalstrategie beteiligen?
  • Flexible Unternehmen, unsichere Arbeitsplätze? Stammmitarbeiter vs. befristete Mitarbeiter vs. Leiharbeitnehmer - Interessen der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Arbeitnehmervertreter
  • Arbeitszeitgestaltung zwischen Kunden-, Kosten- und Mitarbeiterorientierung (Work-Life-Balance)
  • Deutschland wird älter, sehen deshalb deutsche Unternehmen bald „alt aus“? Demografischer Wandel als Krise oder Chance? Was müssen und was können Unternehmen tun? Wie ist die Rolle des Betriebsrats?
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement: Sozialklimbim oder betriebswirtschaftliche Notwendigkeit?

(2 Lehreinheiten à 12 Stunden)

HRM / Personalmanagement II (verhaltenswissenschaftl.-mitarbeiterbezogen)

  • Motivation und Motivationspotenziale von Arbeitsprozessen (u.a. Handlungsspielraum, Feedback)
  • Arbeitsbezogene Einstellungen und Organisationskultur (u.a. Arbeitszufriedenheit, Commitment)
  • Führung: Determinanten von Führungsverhalten (Persönlichkeit und Intelligenz)
  • Führung: Effektives Führungsverhalten (transformationale Führung)
  • Lebenslanges Lernen und Personalentwicklung (u.a. Teamcoaching)
  • Beurteilungsgespräche
  • Ethik in Organisationen (u.a. ethische Führung)

(2 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 4: Rechtliche Rahmenbedingungen von Management und Partizipation

Dozentin: Prof. Dr. Petra Senne

Partizipative Strukturen können in der Praxis nur erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten den gesetzlichen Rahmen ihres Handelns kennen und anwenden können. Die Teilnehmer/innen sollen hierbei Recht nicht als Konfliktlösungsinstrument, sondern als Gestaltungsmittel der betrieblichen Beziehungen begreifen. Hierzu werden zunächst die rechtlichen Grundlagen und Rechtsnormen des Handelns der Betriebsparteien besprochen. Die Teilnehmer/innen erhalten so einen Überblick über den Gestaltungsrahmen, der ihnen zur Verfügung steht.

Welche Themen über die Grundbegriffe hinaus vertieft werden, erfolgt nach Absprache mit den Teilnehmern/innen. Hierbei werden aktuelle Entwicklungen der Rechtsprechung und Gesetzgebung des Arbeitsrechts berücksichtigt. Gleichzeitig werden die insbesondere im Modul HRM / Personalmanagement erarbeiteten Themen aus rechtlicher Sicht vertieft. Großer Wert wird darauf gelegt, dass die Teilnehmer/innen ihre aktuellen arbeitsrechtlichen Fragestellungen in den Unterricht einbringen. Ihnen geht daher rechtzeitig vor den Veranstaltungsterminen ein Fragebogen zu, so dass Wünsche geäußert werden können.

In den vergangenen Jahren haben sich hieraus folgende Themenschwerpunkte ergeben:

  • Rechtsquellen des Arbeitsrechts und ihr Zusammenspiel im betrieblichen Alltag
  • Grundlagen der Beteiligung des Betriebsrats an unternehmerischen Entscheidungen
  • Betriebliches Bündnis für Arbeit
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
  • Direktionsrecht des Arbeitgebers
  • Arbeitsort / Versetzung von Arbeitnehmern
  • Arbeitszeit,
  • Beendigung von Arbeitsverhältnissen.

Dies sind jedoch nur Vorschläge und Anregungen. Andere Themenschwerpunkt sind nach Absprache denkbar.

(3 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 5: Moderations- und Visualisierungstechniken

Dozentin: Dr. Olaf Katenkamp

Im Zentrum des Moduls stehen Kenntnisse zur Moderation und Gestaltung von Sitzungen mit verschiedenen betrieblichen Akteuren. Die Moderationstechnik dient zur Verständigung bei aktuellen Problemen, zur Situationsbestimmung ebenso wie zur Lösungsfindung. Der zielorientierte Dialog in Gruppen zeigt Handlungsbedarf auf und erarbeitet gemeinsam Maßnahmen. Die Grundtechniken für eine Moderation werden vorgestellt, die typischen Phasen einer Moderation, ihre Potentiale in der Prozessgestaltung und mögliche Konfliktfelder in Unternehmen.
In vielen Übungen werden praxisnah die grundlegenden Elemente der Moderation vorgestellt:

  • Grundlagen der Moderation
  • Ziele, Themen und Ablauf einer Moderation
  • Einsatzfelder der Moderation
  • Fragetechniken
  • Visualisierung von Beiträgen
  • Drehbuch, Ablaufplan, Dramaturgie

(1 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 6: Projektmanagement

Dozentin: Dr. Claudia Niewerth

Projekte werden auf den Weg gebracht, um besonders komplexe und komplizierte Aufgaben zu lösen, einmalige Ziele zu erreichen. Dazu werden besondere Bedingungen geschaffen, Personen und Gruppen arbeiten auf Zeit zusammen, die das normalerweise nicht oder nicht auf diese Weise tun.

In diesem Lehrmodul sollen solche Projekte im Mittelpunkt stehen, die auf unternehmensinterne Veränderungen abzielen, etwa im Bereich der IT-Nutzung, des Qualitätsmanagements oder eines neuen Entgeltsystems.

Projekte bedeuten auf Zeit: Bündelung von Ressourcen, Koordination unterschiedlicher Fähigkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen. Eine entsprechende Projektgestaltung kann die Befassung auch mit ungewöhnlichen Vorschlägen erleichtern. Auch deshalb sind Projekte eine besondere Chance zum Lernen.

Themenschwerpunkte:

  • Grundlagen des Projektmanagements
  • Projektvorbereitung (Problemermittlung, Problemanalyse, Erfolgseinschätzung)
  • Projektorganisation (Struktur, Einbettung ins Unternehmen, Akteure)
  • Projektplanung (Aufgabenplanung, Personalplanung, Terminplanung)
  • Grundlagen der Auftragsgestaltung
  • Funktion und Rolle der Projektleitung
  • Methoden des Projektmanagements
  • Dokumentation und Überprüfung der Zielerreichung (Projektcontrolling)
  • Fördernde und hemmende Faktoren für den Projekterfolg
  • Beteiligungsorientierung im Projektalltag

(2 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 7: Bilanzen verstehen und Kosten analysieren

Dozent: Prof. Dr. Andreas Hoffjan

Wer die Zahlen versteht, versteht das Geschäft. Dabei sind Jahresabschlüsse und Kostenberichte keine Geheimwissenschaft. Im Modul „Bilanzen verstehen und Kosten analysieren“ wird in die Themen Rechnungslegung sowie Kostenrechnung und Controlling eingeführt.

Die Teilnehmer wissen nachher wie eine Bilanz aufgebaut ist und was sich hinter den Begriffen der Kostenrechnung verbirgt. Wer die Sprache der Controller und Finanzvorstände versteht, kann auch bei betrieblichen Entscheidungen die richtigen Fragen stellen.

Egal ob Standortaufgaben, Unternehmensaufkäufe oder die Bewertung des Niederlassungserfolgs, es geht immer um Zahlen. Daher sollen auch Sie vertraut werden mit den verschiedenen Bilanzpositionen oder den Instrumenten des strategischen Kostenmanagement.

Dazu dienen verschiedene Praxiselemente: die Analyse des Geschäftsberichts eines DAX-Unternehmens, eine Fallstudie zu Verrechnungspreisen in einem Autohaus oder die Besprechung eines Standard-Monatsberichte eines Industrieunternehmens.

Themenschwerpunkte:

  • Kostenfalle Offshoring – Die verdeckten Kosten der Verlagerung ins Ausland
  • Wie rechnen sich Unternehmen im Jahresabschluss reicher oder ärmer?
  • EVA, EBIT und EBITDA: Was verbirgt sich hinter den Kennzahlen?
  • Benchmarking: Wie sich Kostenstrukturen vergleichen lassen
  • Wann lohnt sich ein Shared Service Center?
  • Vorsicht Umlage: Wie innerbetriebliche Verrechnungspreise das Ergebnis beeinflussen?

(2 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 8: Gestaltung von Arbeit und Organisation

Dozent: Prof. Dr. Heiner Minssen

Für die Gestaltung von Arbeit und Organisation gibt es eine Reihe von Leitlinien, die abhängig sind von unterschiedlichen Menschenbildern; dazu gehören tayloristische und technozentrische, aber auch anthropozentrische und soziotechnische Arbeitsgestaltung. Die Arbeitswissenschaft hat sich auf Leitlinien menschengerechter Arbeitsgestaltung geeinigt, die die Sozialverträglichkeit und Gesundheitsförderlichkeit von Arbeit gewährleisten sollen.

Auf diese Weise gibt es eine Reihe von Vorschlägen für die Gestaltung von Arbeit, die bekanntlich aber nicht immer umgesetzt werden, da sie, so nimmt man an, nicht immer kompatibel sind mit den ökonomischen Zielen eines Unternehmens. Hinzu kommt, dass, wie sich am Beispiel der Einführung von Gruppenarbeit zeigen lässt, Arbeitsgestaltung immer auch einen sozialen Aspekt hat; sie ist ein Ausdruck der Machtverteilung im Unternehmen und löst soziale Prozesse aus, die oftmals nicht geplant sind.

Themenschwerpunkte:

  • Aufbau- und Ablauforganisation
  • Dezentralisierung und Vermarktlichung
  • Leitlinien der Arbeits- und Organisationsgestaltung
  • Gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung
  • Strukturelle Grundlagen von Gruppenarbeit
  • Diskursive Koordinierung und die Bedeutung von Kommunikation
  • Kommunikative Instrumente der formellen Organisierung: Beurteilungsgespräche

(2 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 9: Partizipative Arbeitsorganisation und –gestaltung I

Dozent: Dr. Wladislaw Rivkin

Sich zunehmend rascher verändernde Arbeitsanforderungen erschweren die „top-down“-Organisation von Arbeitsprozessen. An ihre Stelle treten zunehmend Organisations- und Gestaltungsansätze, die den Arbeitspersonen „vor Ort“ mehr oder weniger große Beteiligungsmöglichkeiten bieten – bis hin zur Selbstorganisation der eigenen Arbeit. Selbstorganisation der Arbeit birgt allerdings sowohl Chancen als auch Risiken. Sie ist nur dann möglich, wenn klare Leistungsziele verfolgt und Leistungsrückmeldungen eingeholt werden. Dabei ist es oft unvermeidlich, Misserfolge zu erleben. Aktuelle Methoden des (Selbst-)Managements tragen diesen Entwicklungen Rechnung. Sie werden im Rahmen dieses Moduls präsentiert, in ihren Stärken und Schwächen bewertet und in Grundzügen eingeübt.

Themenschwerpunkte:

  • Partizipationsformen und -wirkungen
  • Ebenen partizipativer Arbeitsgestaltung
  • Ziele und Rückmeldungen als Grundbausteine von partizipativen Managementmethoden
  • Grundlagen von Zielvereinbarungen
  • Merkmale zielgerichteten Verhaltens
  • Psychische Kosten zielgerichteten Verhaltens
  • Leistungsfeedback und Feedbackwirkungen
  • Chancen und Risiken negativer Leistungsrückmeldungen
  • Leistungsrückmeldungen auf Gruppenebene
  • Formale Leistungsbeurteilungen
  • Merkmale motivierender Leistungsbeurteilungen
  • Typische Messfehler
  • Konsequenzen des demografischen Wandels

(3 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 10: Kommunikation – besonders wichtig in Konfliktsituationen

Dozent: Prof. em. Dr. Bernd Gasch

„Kommunikation“ ist ein Schlüsselwort für viele Vorgänge in Organisationen. Probleme, Konflikte, Missverständnisse, aber auch gelungene Kooperationen und Erfolge beruhen auf geglückten oder missglückten Kommunikationsprozessen. Das Modul vermittelt grundlegende Erkenntnisse für Kommunikationsprozesse, diskutiert Kommunikationswege, Kommunikationsmodelle und - techniken und die Anwendbarkeit bei ausgewählten Problem-Situationen.

Themenschwerpunkte:

  • - Kommunikationsmodelle
  • - Metakommunikation
  • - Präsentation
  • - Verhandlungsführung
  • - Problemgespräche
  • - Sitzungsleitung

(2 Lehreinheiten à 12 Stunden)

 

Modul 11: Partizipative Arbeitsorganisation und –gestaltung II

Dozentin: Ingrid Lange

Text s. unter „9. Partizipative Arbeitsorganisation und –gestaltung I“.

Themenschwerpunkte:

  • Motivation und Motivierungspotentiale der Arbeit in Gruppen
  • Gestaltung und Optimierung von Gruppenarbeit
  • Partizipatives Produktivitätsmanagement (PPM)
  • Konsequenzen des demografischen Wandels für Arbeit und Organisation
  • Partizipative Gestaltung von Veränderungen in Organisationen
  • Unternehmenskultur
  • Grenzen der Partizipation: Macht in Organisationen

(3 Lehreinheiten à 12 Stunden)