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Europa InTakt 2020

Verschoben auf Herbst 2021, Termin wird noch bekannt gegeben.

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Europa InTakt 2020 - classic meets digital

 

 

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Europa InTakt 2020 mit dem Schwerpunkt „classic meets digital“ an der TU Dortmund bildet mit Konzerten, Workshops und Vorträgen, der Präsentation von künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten in Konzerten, mit gemeinsamer Erarbeitung vertrauter und neuer künstlerischer Ausdrucksformen in Workshops und schließlich mit der Reflexion von Wissen und Anwendung in den Vorträgen ein stabiles Fundament für Austausch und Weiterentwicklung, für Reflexion und Inspiration.

 

Bitte beachten Sie: während der Veranstaltung wird fotografiert und gefilmt. Das Foto- und Filmmaterial wird von der TU Dortmund zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit, z.B. zur Veröffentlichung in Printmedien, im Internet oder in sozialen Medien verwendet.

 

Datum/Zeit:

30. September 2020 - 03. Oktober 2020

Ort:

TU Dortmund

Kosten:

Die Tagungsgebühr beträgt:

  • 245,00 € Vollzahler
  • 130,00 € Studierende und Menschen mit Behinderung
Stornierung:

Eine Stornierung ist nur schriftlich bis zum 14.September 2020 möglich. Aus organisatorischen Gründen müssen wir eine Bearbeitungsgebühr von 25,00 € erheben. Bei einer Stornierung nach diesem Termin oder Nichtteilnahme ist der volle Tagungsbeitrag zu zahlen.

 

Zielgruppe/Teilnehmende

Künstlerinnen und Künstler, Lehrende und Studierende relevanter technischer und künstlerischer Studiengänge sowie für Berufe professioneller Kulturvermittlung in schulischen und außerschulischen Kontexten und für alle anderen Interessenten.

 

Zeitplan

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Zeit Programmpunkt
19:00 Eröffnungskonzert
Zeit Programmpunkt
Ab 8:30 Anmeldung und Begrüßungskaffee
Vorträge
08:30 –  09:15 Prof. Dr. Daniel Mark Eberhard, Universität Eichstätt
09:15 – 10:00 Emma Frid, KTH Royal Institute of Technology, Stockholm
10:00 – 10:30 Rafael Ramirez Melendez, Pompeu Fabra Universität Barcelona
Workshops
11:00 - 12:45 Workshops 1-13
12:45 - 14:15 Mittagspause
14:30 - 16:00 Workshops 1-13
16:00 - 17:00 Abschlussrunde
20:00 Wandelkonzert Europa InTakt Nr. 1
Kirche St. Reinoldi , Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund
Zeit Programmpunkt
Vorträge
08:30 - 09:15 Prof. Dr. Juliane Gerland, FH Bielefeld
09:15 - 10:00 Prof. Dr. Sofia Alexandersson, Universität Malmö
10:00 - 10:30 Adrian Price, Bristol
Workshops
11:00 - 12:45 Workshops 1-13
12:45 - 14:15 Mittagspause
14:30 - 16:00 Workshops 1-13
16:00 - 17:00 Abschlussrunde
20:00 Wandelkonzert Europa InTakt Nr.2
Kirche St. Reinoldi , Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund
Zeit Programmpunkt
10:00 - 12:00 Workshops 1-13
19:00 Abschlusskonzert
Wandelkonzert Europa InTakt Nr. 3
Kirche St. Reinoldi , Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund

 

Vorträge Europa InTakt 2020

Seminarraumgebäude I (SRG I) Friedrich-Wöhler-Weg 6 44227 Dortmund

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Donnerstag, 01. Oktober 2020

InTakt? – Haltung und (Zusammen-)Halt in einem inklusiven und digitalisierten Europa des 21. Jahrhunderts

Accessible Digital Musical Instruments : Musical Interfaces in Inclusive Music Practice

Making music with your eyes? The EyeHarp and the development of its use

 

Freitag, 02. Oktober 2020

Wenn Unterschiede (k)einen Unterschied machen…

Potentiale digital unterstützten Musizierens für eine inklusionsorientierte Musikpäda

Informationen folgen

Movement turns to music. The Soundbeam and it`s applications in inclusive music projects

 

Workshops Europa InTakt 2020

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Wolfgang Stange, Tänzer und Choreograph, lebt in London und Sri Lanka. Vor vierzig Jahren gründete er das Tanztheater AMICI in London, das er bis heute leitet (https://amicidance.org/). Er ist als Regisseur, Choreograph und Pädagoge international tätig. Auch in Dortmund arbeitet er nach seinem inklusiv-pädagogischen Ansatz „Dance Dynamics“, der aus den natürlichen Bewegungsmöglichkeiten der Beteiligten Choreographien entwickelt, die kleine und große Geschichten erzählen…

Fünf Künstlerinnen und Künstler aus Istanbul, Tugay Başar, Timuçin Gürer, Gökçe Gürçay, Ayşe Akarsu und Özgü Bulut arbeiten seit Jahren mit Bodypercussion als Pädagogik und Kunstform u.a. mit gehörlosen Studierenden an der Universität Eskisehir. (https://www.kekeca.net/) Ihr Ansatz „Rhythmisiere Deinen Körper“ – nichts anderes heißt „Kendin Kendini Çal“, abgekürzt „KeKeÇa“ - verfolgt eine aufbauende systematische Rhythmisierung des Körpers und wird nicht nur von Menschen mit Beeinträchtigung des Hörens geliebt. Das musikalisch ausgerichtete Training der Körperwahrnehmung unterstützt die Entwicklung des Selbstbewusstseins – auch durch die öffentliche Präsentation. Die traditionellen Klänge des Klatschens, Patschens und Stampfens werden diesmal um digital verstärkte Effekte erweitert; so entstehen neue musikalische Bezüge und Qualitäten.

Heike Trimpert, Bochum, Musikerin, freie Musikpädagogin an einer Grundschule mit Musikprofil und Dozentin in zahlreichen Weiterbildungen steht für Singen, Solmisation und Bodypercussion (https://www.heike-trimpert.de/). Solmisation und Bodypercussion arbeiten mit der Verknüpfung von innerer Wahrnehmung und körperlichem Ausdruck der rhythmischen und tonalen Beziehungen.

Der Workshop zeigt Wege zur spielerischen und lustvollen Vermittlung musikalischer Grundkompetenzen wie Rhythmusgefühl, metrische Sicherheit, Melodievorstellung und tonale Orientierung. Ein kleines Liedrepertoire wird mit improvisatorischen Übungsformen verknüpft. Möglichkeiten des Transfers in den instrumentalen Anfangsunterricht und ins Digitale (Loops, Overdubs etc.) mit inbegriffen...

Ruud van der Wel, Rotterdam, hat als Atemtherapeut zusammen mit anderen das elektronische Instrument Magic Flute entwickelt, das Menschen mit eingeschränktem Bewegungspotential die Möglichkeit gibt, über eine Kombination von Kopfbewegung und Ausatmen Melodien zu spielen. Das ist aber nur eine Ebene der Adaption: Instrumente, Unterrichtsmethoden und auch das Repertoire werden an den Bewegungsmöglichkeiten der Musikerinnen und Musiker ausgerichtet, die wiederum ihr Leben an der Möglichkeit ausrichten, Musik zu machen.

Im Workshop arbeiten Ruud van der Wel, Karin van Dijk und einige weitere Gäste aus Rotterdam gemeinsam mit Instrumentalisten an einem exemplarischen Repertoire. Zur Vorbereitung auf den Workshop dienen die Homepage „My Breath My Music“ (https://mybreathmymusic.com/de/wie-zijn-wij) und Filme auf Youtube z.B. https://youtu.be/62EpHRu62yw, https://www.youtube.com/watch?v=pXFxIzq1lrc&feature=youtu.be oder – Beethoven inclusive - https://www.youtube.com/watch?v=grx0q5YxgwM.

Thomas Bisitz ist Physiker, Musiker und Klangkünstler. Für das inklusive Musikensemble BlueScreen (Blauschimmel Atelier Oldenburg) hat er kleine elektronische Musikinstrumente entwickelt, die in der Hand gehalten werden und durch Bewegung kreativ vielfältige Klänge sowie Licht erzeugen. Er arbeitet an der ständigen Weiterentwicklung der Prototypen und schafft individuelle Lösungen, die Barrieren überwinden und sowohl intuitiv einfach zugänglich sind als auch große Komplexität erlauben.

Der Workshop zeigt die Möglichkeiten des spielerisch künstlerischen Ausdrucks mit den innovativen Geräten auf, die sehr unabhängig von individuellen Fähigkeiten eingesetzt werden können. Gemeinsam geht es um das Erkunden experimentell improvisierter Klanggestaltung unter dem Aspekt der Begegnung von Klängen, Menschen und Bewegung.

Die beiden Musiklehrer Tobias Dehler und Ralf Kurley arbeiten an der LVR-Anna-Freud-Schule in Köln (Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung) und haben dort mehrere computerbasierte Instrumente für die inklusive Musikpraxis entwickelt. Mit Hilfe des Globophons sezieren die Workshopteilnehmer*innen Beethovens Sinfonien und überführen das Klangmaterial in neue musikalische Kontexte. Das Globophon verfügt über 16 Lichtsensoren. Die Spieler steuern durch Schattenwurf mit ihren Händen beliebige Parameter in der Software Ableton Live und können dadurch zuvor Aufgenommenes digital bearbeiten.

Eigene Instrumente gerne mitbringen!

Patrick Schäfer, Lehrbeauftragter an der Universität des Saarlandes, Musiker und Lehrer, ist Gründer und Bandleader der Formation “iBand-Saar”. Am Landesinstitut für Pädagogik und Medien des Saarlandes (LPM) bietet er Lehrerfortbildungen zum Thema “AppMusik” und digitale Medien an. Weitere Informationen unter: http://iBand-Saar.de. sowie http://Soundwhackers.de

In diesem Workshop werden „Soundwhackers“ gebaut und erprobt – als innovative Weiterentwicklung der Boomwhackers mit inklusiven Potenzialen. Die digitalen „Instrumente“, die per Bluetooth mit dem iPad kommunizieren, erweitern die klanglichen und haptischen Möglichkeiten der Boomwhackers um ein Vielfaches. Zudem ermöglichen sie ein Musizieren über das Berühren der Mitspieler/innen sowie medial ansprechende Performances über eine Leuchtfunktion.

Adrian Price, Bristol, hat mit dem Soundbeam-Team ein interaktives Instrument entwickelt, das mit Hilfe von Ultraschallsensoren ein unsichtbares Feld erzeugt, das Bewegung und Gesten in Musik umsetzt. Es wird ständig weiterentwickelt und ermöglicht mittlerweile das Musizieren und Komponieren in zahlreichen Musikstilen der Welt (www.soundbeam.co.uk)

Zusammen mit dem Soundbeam Orchestra Dobri Ljudi aus Novi Sad werden verschiedene Möglichkeiten des Soundbeams erprobt. Im Zusammenspiel mit traditionellen Instrumenten entstehen verschiedene musikalische Prozesse und Musikstücke.

Eigene Instrumente mitbringen!

Gilda Razani, Saxophonistin und Lehrbeauftragte an der TU Dortmund, ist als vielseitige Musikerin u.a. auf das Spiel des Instruments Theremin spezialisiert (http://gildarazani.de/gr/about/). Das Theremin 1920 von Lew Termen erfunden, der sich in den USA Leon Theremin nannte, ist ein elektronisches Musikinstrument, das berührungslos Töne erzeugt. In der Filmindustrie ist es zum Kultinstrument geworden und es hat Eingang in verschiedene inklusiv arbeitende künstlerische Projekte gefunden.

Im Workshop wird neben dem Erforschen der Klangmöglichkeiten und Spieltechniken auch das Zusammenspiel mit traditionellen Instrumenten erprobt.

Einige Theremins werden zur Verfügung gestellt, darüber hinaus sind eigene traditionelle Instrumente willkommen!

Entwickelt von Zacharias Vamvakousis an der Pompeu Fabra Universität Barcelona, ist die EyeHarp ein blick- oder kopfgesteuertes digitales Musikinstrument: Der Blick auf einen bestimmten Punkt auf dem Bildschirm erzeugt einen bestimmten Ton. Es ermöglicht Menschen mit körperlichen Behinderungen, Musik ohne Barrieren zu lernen und zu spielen (http://theeyeharp.org/about/). Bislang ist EyeHarp ein kostenlos nutzbares Programm (https://www.upf.edu/web/mtg/the-eyeharp).

Im Workshop werden die Möglichkeiten der EyeHarp erprobt und musikalische Zusammenhänge gestaltet.

Eigene Instrumente mitbringen!

“esagramma” ist ein Orchester aus Mailand, in dem Menschen mit Beeinträchtigung mit professionellen Musikerinnen und Musikern zusammenspielen. Verbunden mit dem Institut “esagramma” ist auch ein Masterstudiengang für Musizieren in inklusiven Kontexten nach der esagramma-Methode (https://www.esagramma.net/). Licia Sbatella ist Professorin am POLITECNICO MILANO und Gründerin und Leiterin des Orchesters und des Instituts, Gabriele Rubino ist für das Orchester und Francesca Vergani für Musikpädagogik zuständig.

Gemeinsames Proben mit dem Orchester esagramma eröffnet musikalische und menschliche Erfahrungen und lässt konkret werden, welche Qualitäten im Bereich Musik und Inklusion entstehen.

Das Mitbringen eigener Orchester- und anderer Instrumente ist erwünscht

Markus Brachtendorf, Sonderpädagoge und Musiker, hat als Pädagoge und Produzent seit gut 20 Jahren Erfahrung in der musisch-kreativen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit heilpädagogischer Ausrichtung und Zielsetzungen. Man verbindet ihn mit dem Schlagwort „sCOOL-HITs“. Er ist Coach mit Über-den-Tellerrand-Blick-Ambition, eigenem Verlag, eigenem Label und eigenem Tonstudio und bestens vertraut mit den wachsenden Möglichkeiten von Musikapps. Zudem begleitet er die UN-LABEL Performing Arts Company als musikalischer Leiter. Das Erkunden neuer Möglichkeiten des gemeinsamen Musizierens mit Apps/Devices und Instrumenten ist das Thema dieses Workshops, der auch Untergruppen bildet, damit das ungehinderte Experimentieren nicht zu kurz kommt.

Mitbringen: Eigene Instrumente sowie smart- und sonstige appfähige Phones und Tablets. Einige iOS Geräte können zur Verfügung gestellt werden.

Das Orchester Tabula Musica nutzt neben verschiedenen traditionellen Instrumenten wie Klarinette, Gitarre, Geige, Piano oder Bass auch musiktechnologische Instrumente wie Soundbeam und Skoog und versteht sich als ganz normales barrierefreies und elektro-klassisches Orchester. Der Leiter Denis Huna, selbst Geiger, unterrichtet u.a. auch an der Hochschule der Künste, Bern. Das Ensemble trifft sich regelmäßig um traditionelle und neue Klangmöglichkeiten zu erproben und zu entwickeln. Mehr unter https://tabulamusica.ch/.

Der Workshop ermöglicht Teilhabe an der musikalischen Zusammenarbeit von professionellen Musikerinnen und Musikern und Menschen mit Beeinträchtigung und Erfahrung in der Entwicklung eigener Klangwelten zwischen Tradition und digitaler Evolution.

Eigene Instrumente mitbringen!

 

Konzerte Europa InTakt 2020

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Audimax der TU Dortmund Vogelpothsweg 87, 44227 Dortmund. Der Zugang ist barrierefrei.

Programm

Eröffnung durch den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Jürgen Dusel

KeKeÇa, Alla Turca Bodypercussion, Istanbul

iBand-Saar, Homburg, Deutschland - wird live zugeschaltet

Orchester esagramma, Mailand

Ensemble piano plus, Bochum/Dortmund

Kirche St. Reinoldi Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund. Der Zugang ist barrierefrei.

Programm

Wandelkonzert: Die Ensembles präsentieren sich nacheinander an verschiedenen Orten innerhalb der Kirche, das Publikum bewegt sich zu diesen Orten hin.

Sol Singers, Balmazújváros, Ungarn

The Magic Flute, Rotterdam

Hands off Music, Köln

Orchester Esagramma, Mailand

Kirche St. Reinoldi Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund. Der Zugang ist barrierefrei.

Wandelkonzert: Die Ensembles präsentieren sich nacheinander an verschiedenen Orten innerhalb der Kirche, das Publikum bewegt sich zu diesen Orten hin.

Programm

Soundbeam Orchestra Dobri Ljudi, Novi Sad, Serbien

Eyeharp, Barcelona

KeKeCa, Bodypercussion Istanbul

Tabula musica, Bern

Kirche St. Reinoldi Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund. Der Zugang ist barrierefrei.

Wandelkonzert: Die Ensembles präsentieren sich nacheinander an verschiedenen Orten innerhalb der Kirche, das Publikum bewegt sich zu diesen Orten hin.

Programm

Europa InTakt 2020: Musik und Inklusion

Abschlusskonzert mit Beiträgen aus den Workshops; gemeinsamer Abschluss

 

Ensembles Europa InTakt 2020

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Bodypercussion verweist zum einen auf die archaischen Anfänge der Musik – Stampfen, Klatschen, Patschen – ist aber längst zur Kunstform geworden, die sich international zwischen elementaren und hoch virtuosen Ausdrucksformen bewegt. KeKeÇa aus Istanbul steht für die klassische Mitte zwischen hohem künstlerischen Anspruch und Umsetzung von und für Jedermann – vielleicht ist dies das Geheimnis der hohen Akzeptanz durch gehörlose Studierende, die teils mit, teils ohne Cochleaimplantat versichern, dass Bodypercussion ihre Wahrnehmung in umfassender Weise verbessert.

Entstanden ist das Ensemble piano plus ab 2010 im Rahmen des dreijährigen Projektes Dortmunder Modell: Musik. Mehr hierzu unter www.domovision.de. Heute ist piano plus an der Musikschule Bochum verortet. Das Markenzeichen von piano plus sind die vielschichtigen Arrangements der Leiterin Claudia Schmidt, Arrangements, die auf die Kompetenzen der jeweiligen Spielerinnen und Spieler zugeschnitten sind. Die Kernformation besteht aus Violinen und Celli, drei Pianos, E-Gitarre und Stimme. Im Programm sind u.a. Kompositionen Chilly Gonzales und Astor Piazzolla- und Mozart. So entsteht eine spannende Mischung aus Klassik, Minimal Music, einer Prise Weltmusik und Jazz. Mehr unter https://pianoplus.tumblr.com/.

Mitglieder der inklusiv ausgerichteten iBand Saarland (das i steht für Inklusion) sind Schüler des Kaufmännischen Berufsbildungszentrum Halberg und der Schule am Webersberg, einer Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung in Homburg. Mit ihrem Lehrer Patrick Schäfer musizieren sie in Verbindung von Licht, Klang, Text und Bewegung mit einem hohen technischen Innovationsgrad. Die iBand-Saar ist unter den Gewinnern des Kompositionswettbewerbs, der 2019 im Rahmen der 20. Bundesbegegnung Schulen musizieren durchgeführt wurde.

Das Musizieren mit dem iPad per Fingertip gibt auch motorisch stark eingeschränkten Schülerinnen und Schülern die Chance, ihre Musikalität und Kreativität zu leben und zu erleben. Mehr unter http://musik-mit-apps.de/patrick-schaefer/.

esagramma aus Mailand ist ein Orchester mit unverwechselbarem Bildungs- und Ausbildungsanspruch: Die Gründermütter und -väter bestehen auf musikalischer Qualität im Sinne der Sinfonik. Orchesterstücke werden so umgeschrieben, dass sie in ihrer Substanz erhalten bleiben, aber ein Mitspiel etwa auch auf leeren Saiten ermöglichen. Dem Mitwirken von Menschen mit Beeinträchtigung im Orchester mit Profimusikerinnen und -musikern geht grundsätzlich eine dreijährige Ausbildung voraus – nicht nur am Instrument, sondern auch im Umgang mit musikalischen Prinzipien. Eine zentrale Methode in den Orchesterproben der Kleingruppen ist der Rollentausch: Alle Musikerinnen und Musiker mit Beeinträchtigung tauschen immer wieder die Instrumente, auch die Funktion des Dirigierens wird von allen Beteiligten immer wieder übernommen. Die Methode esagramma hat auch zu einem Masterstudiengang geführt, der in Mailand angeboten wird (https://www.esagramma.net/). Das Orchester hat im Europäischen Parlament in Brüssel und vor dem Papst gespielt.

Das Soundbeam Orchester Dobri Ljudi – Dobri Ljudi heißt „Gute Leute“ - wird geleitet von Žarko Sebić, Gitarrist, Rockmusiker, Komponist und Lehrer, der seit 2010 in Novi Sad lebt. Er komponiert nicht nur Musik für Kinder und erreichte 2006 den fünften Platz beim Junior Eurovision Song Contest, sondern macht Musik mit dem Ensemble Dobri Ljudi der Förderschule „Milan Petrovic“, das u.a. auch mit dem El Sistema Orchester Serbien den Pachelbel-Kanon musiziert hat. (https://www.youtube.com/watch?v=08AMjhStIoM). Als Spezialist für assistive Technologie an seiner Schule setzt Žarko Sebić elektronische Mittel wie den Soundbeam ein, um Musik zu generieren. Die Teilnahme an Jazzfestivals und Straßenmusik kennzeichnen die öffentlichen Auftritte des Orchesters.

Balmazújváros ist eine kleine Stadt im Osten Ungarns mit einem „Human Service Center der Mikroregion Balmazújváros“. Das Zentrum ist Beratungsstelle, Tagespflege und Wohnhaus für Menschen mit Beeinträchtigungen. Im Chor Sol Singers, in einem Wohnheim gegründet im Jahr 2009, singen Menschen mit Beeinträchtigung und einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung – unter anderem auch der Direktor. Das Repertoire setzt sich aus volkstümlicher Musik sowie Literatur von Kodaly und Bartok zusammen. Bei Auftritten wird das Singen von Tanzschritten untermalt. Das Motto des Chores geht auf den ungarischen Komponisten Zoltán Kodaly zurück: „Kunst gehört Allen”.

Die Stiftung My Breath My Music bietet Menschen mit einer schweren körperlichen Behinderung die Möglichkeit Musik zu machen, unter anderem durch verschiedene eigens entwickelte elektronische Musikinstrumente (http://mybreathmymusic.com/de/). Die größte Zielgruppe sind Menschen mit Muskelerkrankungen, aber auch andere Menschen mit Behinderung sind gemeint!

Mit einem elektronischen Musikinstrument wie der Magic Flute ist es möglich, mit vielen Musikerinnen und Musikern zusammen zu spielen. Improvisation ist ebenso ein Thema wie das Zusammenspiel mit großen Orchestern und kleinen Ensembles. Ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=grx0q5YxgwM.

Das Orchester Tabula Musica wurde 2017 in Bern mit dem Ziel gegründet, Menschen mit Behinderungen im Instrumentalspiel aus- und weiterzubilden und ein professionelles inklusives Umfeld aufzubauen. Neben den traditionellen Instrumenten nutzt der Klangkörper auch verschiedene elektronische Instrumente. Das Repertoire des Orchesters beinhaltet unterschiedliche Genres und ist inspiriert von verschiedenen Komponisten und zeitgenössischer Musik wie Hans Zimmer, Trent Reznor oder Massive Attack. Mehr unter https://tabulamusica.ch/.

Das Motto: Barrierefreies Musizieren für alle!

Vier Schülerinnen und Schüler der LVR-Anna-Freud-Schule Köln spielen Globophon. Es gehört zur Gattung der „Schatteninstrumente“, denn es erzeugt Töne durch Schattenwurf der Hände auf einen Lichtsensor und ermöglicht den Spielern, Klangmaterial digital zu bearbeiten. Kompositionen: Filterland (Gregor Schwellenbach) // Tonosphäre127 (Eigenkomposition).

Zacharias Vamvakousis hat das „Musizieren mit den Augen“ für Menschen wie Joel entwickelt. Musizieren mit den Augen heißt: Der Blick auf einen bestimmten Punkt auf einem Tablet lässt einen Ton entstehen. Joel Bueno ist ein elfjähriger Junge mit Cerebralparese, der auf diese Weise zusammen mit Zacharias Vamvakousis musiziert. Mehr unter http://theeyeharp.org/gallery/performances/.

 

Anmerkungen zur Teilnahme an Europa InTakt 2020

Die Tagung kann nur als Gesamtpaket gebucht werden. In ihm sind Vorträge, die Teilnahme an einem der Workshops und der Besuch der Konzerte enthalten.

Der Teilbereich Vorträge kann nicht einzeln gebucht werden.

Bei der Buchung ist die Entscheidung für einen Workshop notwendig, der für den gesamten Verlauf der Tagung belegt wird. Ein Wechsel zwischen den Workshops ist nicht möglich, da innerhalb eines jeden Workshops eine inhaltliche Vertiefung angestrebt ist, die in einer kurzen Performance im Rahmen des Abschlusskonzertes mündet.

Die Konzerte sind Teil des Tagungsprogramms, der Eintritt ist auch für die interessierte Öffentlichkeit frei.

 

Zur Anmeldung



Nebeninhalt

Diese Veranstaltung wird gefördert von

 

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