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Im Fokus

Thematische Ausrichtung

Die thematische Ausrichtung folgt dem Auftrag und gleichzeitig der Frage nach der Persönlichkeitsentwicklung zukünftiger pädagogischer Fachkräfte im Kontext beruflicher Identität und Handlungskompetenz während der Ausbildung. Die Berufspraxis zukünftiger pädagogischer Fachkräfte ist geprägt durch die Beziehungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen und das Handeln in sich ständig verändernden Interaktions- und Kommunikationsprozessen sowie entsprechenden Ungewissheitsstrukturen. In diesen spezifischen Bedingungen pädagogischen Handelns sind Fachkräfte als Persönlichkeit gefordert. Ihre Persönlichkeitsentwicklung nimmt daher einen zentralen Stellenwert ein, da „Denken, Fühlen und Handeln (…) eine zentrale Einheit“ bilden (Karsten 2003). Dies gilt gleichermaßen für alle Bildungsgänge im Bereich der personenbezogenen Dienstleistungsberufe (Friese 2010). So lässt sich bereits in einigen sozialpädagogisch-didaktischen Ansätzen die Bedeutung der Persönlichkeitsorientierung finden: In den 1980er Jahren wurde die „integrale Persönlichkeitsentwicklung“ (Krüger/Dittrich 1986) als Strukturprinzip der Sozialdidaktik begründet und erfährt als solches eine Wiederbelebung durch die Aufnahme in das „Kompetenzorientierte Qualifikationsprofil für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern an Fachschulen und Fachakademien“ (KMK 2011/2017). Auch das Konzept der Entwicklungsaufgaben von Gruschka (1985) erfährt, im Hinblick auf die Lernfeldorientierung und entsprechender Betonung der Kompetenzentwicklung der Schüler*innen und Studierenden, eine deutliche Aufwertung.

Die Subjekt- und Persönlichkeitsentwicklung ist von immenser Bedeutung für die Entwicklung einer pädagogischen Haltung in allen sozialpädagogischen Berufen (Kägi 2006). Daher spielt nicht nur in den Fachschulen und Fachakademien die Persönlichkeitsentwicklung eine zentrale Rolle, sondern auch innerhalb der Berufsfachschulen oder in den Klassen der Berufsvorbereitung. Lehrkräfte stehen vor der Aufgabe diese didaktisch-methodisch zu begleiten und zu unterstützen. Insbesondere im Kontext der Lernortkooperation (Euler, 2003), also der Begleitung und Beratung der zukünftigen Fachkräfte während der Praktikumsphasen, kommt den pädagogischen Fachkräften eine hohe Bedeutung zu. In diesem gesamten Ausbildungszusammenhang stehen eine gelebte Praxis und Ausgestaltungsfragen sowie inhaltliche Definitionen gleichberechtigt gegenüber.

Die Tagung verfolgt das Ziel der kritischen Diskussion ob der Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung im Kontext sozialpädagogischer Bildungsgänge. Wissenschaftliche und schulpraktische Perspektiven im gegenseitigen Austausch sollen dabei sowohl theoretische Hintergründe wie didaktisch-methodische Ausgestaltungsmöglichkeiten beleuchten.

Wir laden alle Interessierten ein, gemeinsam zu diskutieren um die Professionalisierung im sozialpädagogischen Feld voran zu bringen.

 

 

Programm

IM FOKUS: Sozialpädagogische Bildungsgänge- Paradigma Persönlichkeitsorientierung 2018
09:30 - 10:00 Eintreffen & Ankommen, Stehcafé
10:00 - 10:30 Begrüßung und Auftakt
10:30 - 11:30

Eröffnungsvortrag: Prof. Dr.in Sylvia Kägi (FH Kiel)

Erziehen braucht Persönlichkeit – aber welche?

11:30 - 12:30

Workshop 1

Schwerpunkt: Unterricht/BK/
Lehrer*innen

Moderation & Diskutant*in: Patricia Gerck (Studienseminar Kassel/Fulda) und Uwe Uhlendorff (TU Dortmund)

Katharina Stadler/Clarissa Uihlein (DJI/WiFF): Praktiken der Herstellung des Arbeitsfeldbezugs an Fachschulen – Ergebnisse einer ethnographischen Studie

Workshop 2

Schwerpunkt: Forschung/ Nachwuchswissenschaftler*innen

Moderation & Diskutant*in: Wiebke Kleina (TU Dortmund) und Julia Schütz (Fernuni Hagen)

Vanessa Mertens/Anke Karber (TU Dortmund): Reflexive Haltung in inklusiven Prozessen– Forschendes Lernen in der Erzieher*innenausbildung

Workshop 3

Schwerpunkt: Offen/Gemischt   /Interdisziplinär

Moderation & Diskutant*in: Janieta Bartz (TU Dortmund) und Christopher Jänisch (OSZ Uckermark/TU Dresden)

Franz Vergöhl (Leuphana Universität Lüneburg): Bildungssprache und Mündigkeit als Herausforderungen der Persönlichkeitsentwicklung

12:30 - 13:30 Mittagspause und Stehcafé (Foyer)
13:30 - 14:00 Postersession mit Posterslam: Abschlussarbeiten/Projektarbeiten Schüler*innen, Studierende der Fachschulen, Studierenden der Lehramtsstandorte, Aktivitäten der Berufsbildenden Schulen inkl. Fachberater*innen & Lehrer*innen, Zfsl-Vertreter*innen etc.
14:00 - 15:00

Workshop 1

Weiterführung

Ilona Gerjets (Bezirksregierung Düsseldorf/DJI):

LuPE - Lehr- und Praxismaterial für die Erzieherinnenausbildung – Qualifizierung angehender frühpädagogischer Fachkräfte für eine alltagsintegrierte Bildung im MINT-Bereich

Workshop 2

Weiterführung

Hans Gängler (TU Dresden): Lebenslauf und berufliche Identität

 

 

 

Workshop 3

Weiterführung

Corinna Haas (BK Simmerath-Stolberg): 'Portfolio in der Erzieherausbildung'

Carsten Püttmann (Marienschule Lippstadt): Einblicke in die »Begleitete Intervision« als Baustein zur Persönlichkeitsentwicklung in der Fachschule für Sozialpädagogik):

15:00 - 15:30

Schlussspurt

Maria-Eleonora Karsten (Leuphana Universität Lüneburg): Herausforderungen für sozialpädagogische, sozialdidaktische und Gender- Forschungen im Prozess der Digitalisierung"

Fachtagungsorganisator*innen: „Hinter dem Horizont geht´s weiter…“

Staffelstab-Übergabe: IM FOKUS 2020 im Bamberg

16:00 - 17:00 Treffen des Netzwerks berufliche Fachrichtung Sozialpädagogik & der Studiengangsstandorte

 

Kosten 

Die Tagungsgebühr beträgt:

  • 20,00€ für Vollzahler
  • 10,00€ für Studierende / Lehrsamtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter

 

Stornierung

Eine Stornierung ist nur schriftlich bis zum 18. September 2018 beim zhb möglich. Aus organisatorischen Gründen muss das zhb eine Bearbeitungsgebühr von 5,00 € erheben. Bei einer Stornierung nach diesem Termin oder Nichtteilnahme ist der volle Tagungsbeitrag zu zahlen.

 

Für organisatorische Fragen zur Anmeldung:

E-Mail: zhb-wb@tu-dortmund.de

Tel.: 0231 / 755 2164 (Fr. Kaphengst)

Fax.: 0231 / 755 2982