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Jahrestagung der DGfE-Sportkommission

Jahrestagung der Kommission Sportpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) vom 1. – 3.12.2011 in Dortmund

 

 „Sportpädagogische Grenzgänge“

Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung beruht auf der Erkenntnis, dass mittlerweile in vielen außerschulischen Arbeitsfeldern – von der frühen Erziehung, über die Kinder- und Jugendhilfe und Sozialarbeit bis zur Psychiatrie – bewegungsorientiert gearbeitet wird, hierfür jedoch – im Vergleich zum Schulsportunterricht – nur wenige fundierte sportpädagogische Überlegungen vorliegen. Dies mag mit einer häufig unklaren Trennung zwischen ‚bilden und heilen‘ zusammenhängen oder auch mit dem vorwiegend schulsportlich geprägten Ausbildungshintergrund des akademischen Personals in der Sportpädagogik.

Die Kommissionstagung 2011 wird daher von der Frage bestimmt sein, welche Veränderungen oder Akzentverschiebungen eine Sportpädagogik vornehmen muss, die sich in anderen Kontexten bewegt und andere Zielgruppen hat.

 

Kommission Sportpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Die Sportkommission der DGfE wurde vor über 25 Jahren gegründet, u.a., um die Verbindung zur ‚Mutterwissenschaft‘, der Pädagogik, zu dokumentieren und eigene spezifische Fragestellungen mit allgemeinpädagogischen Entwicklungen und Überlegungen zu verknüpfen. Der Sportkommission gehören über 100 ordentliche und assoziierte Mitglieder an, und seit der Gründung wurden im einjährigen Rhythmus regelmässig Mitgliedertagungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten durchgeführt.
So wurden z.B. mehrfach übergreifende Themen wie ‚Sportunterricht als Ästhetische Bildung’(1992,1994)oder ‚Anerkennung als sportpädagogischer Begriff‘ (2008) diskutiert und auch gelegentlich Verbindungen zu anderen Kontexten und Adressatengruppen (Adipositas, Jugend- und Sozialarbeit, Psychiatrie etc.)hergestellt.
Weitere Informationen zur DGfE und zur Kommission Sportpädgogik und Freizeitforschung finden sich unter www.dgfe.de

 

TU Dortmund

Die Technische Universität Dortmund, bis vor vier Jahren die Universität Dortmund, wurde im Jahre  1968 gegründet und liegt im Herzen der Industrieregion Nordrhein-Westfalen. Seit ihren Anfängen hat sich die TU Dortmund der interdisziplinären Kooperation zwischen Natur-/Ingenieurwissenschaften und Sozial-/Kulturwissenschaften in den Bereichen Lehre und Forschung gewidmet. Über 24.0000 Studierende (davon 3.000 internationale Studierende) studieren zurzeit an den 16 Fakultäten (Für weitere Informationen s. Homepage der TU-Dortmund http://www.tu-dortmund.de).

 

Fakultät Rehabilitationswissenschaften

Die Fakultät Rehabilitationswissenschaften an der TU Dortmund ist mit über 2.400 Studierenden und mehr als 80 wissenschaftlichen Beschäftigten eine der größten Forschungs- und Lehrstätten für die schulische und fachliche Rehabilitation in Europa. Mit ihrem wissenschaftlichen Bezug auf soziale und berufliche Rehabilitation bietet die Fakultät ein Alleinstellungsmerkmal in der Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen. Die 17 Lehrgebiete thematisieren in Forschung, Lehre und Weiterbildung die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen und beruflichen Leben mit je pädagogisch-sozialwissenschaftlichen, therapeutisch-diagnostisch-kreativen und theoretisch-analytischen Zugängen. Die Fakultät bietet folgende Einrichtungen sowohl für Menschen mit Behinderungen und ihre Familien als auch für Fachkräfte der Rehabilitation:

DoBus – Dortmunder Zentrum für Behinderung und Studium
ForTe – Forschungsstelle Teilhabe
LAB – Labor für Assistive Technology und Barrierefreiheit
Lernwerkstatt Fun2Teach
ProVision: Beratung und Diagnostik bei cerebral bedingter Sehbeeinträchtigung
Testothek sowie das
ZBT – Zentrum für Beratung und Therapie mit

  • Bewegungsambulatorium,
  • Sprachttherapeutischem Ambulatorium,
  • dem Netzwerk Unterstützte Kommunikation und einer
  • Psychologisch-Pädagogischen Ambulanz

(Für weitere Informationen s. Homepage der Fakultät: http://www.fk-reha.tu-dortmund.de/fk13)

 

Ästhetische Bildung und Kreativtherapien

Ausgehend von der langen Tradition einer heilpädagogisch geprägten Musikerziehung in Dortmund (Kemmelmeyer/Probst) bieten seit über 10 Jahren die Lehrgebiete Bewegung, Kunst und Musik für alle Studierenden verpflichtend ein gemeinsames Angebot in den ‚Grundlagen der Ästhetischen Bildung‘ an. Dies besteht aus einer gemeinsamen Vorlesung für zurzeit über 500 Studierende pro Jahr sowie aus begleitenden praxisorientierten Seminarveranstaltungen jeweils mit künstlerischen, musischen oder bewegungsorientierten Akzenten.
Darüber hinaus haben Veranstaltungen wie ‚Europa Intakt‘ oder die ‚Lernwerkstatt Psychomotorik‘ das Anliegen einer umfassenden Ästhetischen Bildung für Menschen mit Behinderung national und international bekannt gemacht.

 

Bewegungserziehung und Bewegungstherapie in Rehabilitation und Pädagogik bei Behinderung

Angebote dieses Lehrgebiets können von den Studierenden im Rahmen einer Schwerpunktbildung in ihrer Ausbildung zum Rehabilitationspädagogen/-in (BA) gewählt werden. Inhaltlich besteht neben Verbindungen zur Kunst und Musik eine Nähe zur Psychomotorik und Sportpädagogik sowie zur Psychotherapie.
Direkt mit dem Lehrgebiet verbunden existiert seit 15 Jahren mit dem Bewegungsambulatorium eine pädagogisch-therapeutische Einrichtung, in dem pro Woche ca. 60 Kinder nach ärztlicher bzw. heilpädagogischer Indikation behandelt werden. Darüber hinaus findet seit 10 Jahren im Wechsel mit der Universität bzw. der Sporthochschule Köln jährlich eine bundesweite Weiterbildung für SportlehrerInnen in Förderschulen statt.
In den letzten Jahren wurden im Lehrgebiet drittmittelfinanzierte Forschungsarbeiten zur Kinder- und Jugendhilfe (‚Bewegungsorientierte Förderung bei sexuell missbrauchten Jungen‘ / Volmer‚ Familienorientierte Bewegungsförderung bei Problemfamilien‘ /Schäfer), zur Psychiatrie (‚Bewegungsorientierte Interaktionsförderung bei psychotischen Müttern und ihren Säuglingen / Lier-Schehl, ‚Körperbildstruktur bei Borderline PatientInnen‘ / Degener, ‚Störungsorientierte Bewegungsinterventionen bei depressiven Patienten‘ / Heimbeck) sowie zur frühen Förderung und Bildung (‚Bewegungsforscher im Kindergarten‘ und ‚Inklusionsfördernde Ausbildung von Fachpersonal in Kindergärten und Kindertagesstätten‘ / Kuhlenkamp) durchgeführt.
Weitere Informationen zum Lehrgebiet und zum Bewegungsambulatorium finden Sie unter:
http://www.fk-reha.tu-dortmund.de/Bewegungserziehung/cms/de/Lehrstuhl/
http://www.fk-reha.tu-dortmund.de/Bewegungserziehung/cms/de/Lehrstuhl/Bewegungsambulatorium/index.html

 

 

Programm

 

Donnerstag, 01.12.2011

14:00 h Begrüßung und Stehcafé
14:30 – 16.00 h W. Datler (Wien): 'Bilden und Heilen – Heilen oder Bilden?- Kritische Anmerkungen zur Ausgrenzung von Psychotherapie aus dem Bereich der Pädagogik’
16:00 – 16:30 h P a u s e
16:30 – 17:15 h J. Thiele (Dortmund):’Grenzverschiebungen? Zum problematischen Verhältnis von Sportpädagogik und Erziehungswissenschaft’
19.00 h Gemeinsamer Abendimbiss

Freitag, 02.12.2011

09:00 –10:30 h W. Beudels (Koblenz) / K. Fischer (Köln): 'Zum Problem der bewegungspädagogischen frühen Förderung zwischen Instrumentalisierung und Selbstbildung'
10.30 – 11:00 h P a u s e
11:00 – 12:30 h M. Welsche (Freiburg) / J. Volmer (Würzburg): "Das Therapeutische im Sportlichen: Die Bedeutung von bewegungsorientierten Angeboten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie – dargestellt an der Arbeit mit traumatisierten Jungen"
12:30 – 14:00 h P a u s e

14:00 – 15:30 h

R. Hammer (Saarbrücken) : Bewegung, Spiel und Sport in der Erziehungshilfe – Therapeutikum oder Kulturgut ??
C. Schäfer (Dortmund): Familienorientierte Bewegungsförderung in der Erziehungshilfe – ein Projektbericht
15:30 – 16:00 h P a u s e
16:00 – 17:30 h M. Dederich (Köln): Anthropotechniken, Sport und Behinderung
17:30 h Kommissionssitzung DGfE
19:00 h Führung und Abendessen Zeche Zollern

Samstag, 03.12.2011

09:00 – 10.30 h J. Seewald (Marburg): 'Von der Bildung zur Kompetenz- und Entwicklungsförderung. Annäherungen von Sportpädagogik und Motologie? '
10:30 – 11:00 h P a u s e
11:00 – 12:30 h W. Miethling (Kiel): Die Entwicklungen von SportlehrerInnen als (nicht)normale Fahrten durch fluktuierende Landschaften
12:30 h Verabschiedung und Ende der Tagung

 

 

Hinweise zur Organisation und Anmeldung

 

Kosten

DGfE-Mitglieder: Euro 140,00
Nichtmitglieder: Euro 160,00
Assoziierte Mitglieder Euro 120,00

Zur Anmeldung

 

Kontakt und weitere Anregungen zur inhaltlichen Gestaltung:

Lehrstuhl Bewegungserziehung und Bewegungstherapie in Rehabilitation und Pädagogik bei Behinderung
Fakultät Rehabilitationswissenschaften
E-Mail:

 

Organisation:

Zentrum für Weiterbildung (ZfW)
Maria Rewinkel / Christiane Kaphengst
Telefon: 0231/755-2164 / -6507
e-mail:

 

Veranstaltungsort:

TU Dortmund – Campus Nord
Erich-Brost-Institut
Otto-Hahn-Str. 2, 44227 Dortmund

 

Hotelunterkunft:

Mit Ihrer verbindlichen Anmeldebestätigung erhalten Sie Hinweise zu den Hotels / Jugendgästehaus etc. in Dortmund. Preiskategorie: € 40,00 bis € 90,00

 



Nebeninhalt

Diese Informationen können Sie ebenfalls hier als PDF herunterladen.