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Was ist gute Lehre?

Die aktuelle Debatte über "gute Lehre"

Die aktuelle Debatte über "gute Lehre" zeigt vor allem, dass sie nach wie vor notwendig ist. Sie fächert ein ganzes Themenbündel auf, das die Qualität guten Lehrens und Studierens betrifft. Sie zeigt, dass viele Facetten ins Spiel kommen und zu bearbeiten sind, um Lehre gut stattfinden zu lassen – und in Zukunft besser und vor allem innovativer. Das gilt für die Professionalisierung von Lehrkompetenz von Lehrenden auf den unterschiedlichsten Pfaden, aber auch für die hochschuldidaktische Weiterbildung, die – wenn auch anzunehmen ist, dass vor allem sie wesentlich Kompetenzentwicklung sinnfällig strukturiert und entwickeln hilft – nur ein Teil des Ganzen ist.

Die im deutschen Sprachraum inzwischen leidenschaftlich geführte Diskussion an Hochschulen, die Exzellenz auch in der Lehre fordert, und den Blick fokussiert auf gelingendes Studieren, das sich elaboriert, zunehmend wissenschaftlich und forschend gestaltet, kann inzwischen auf einige strukturierende Grundlagen verweisen.

Die hochschuldidaktische Weiterbildung führt in ihren Veranstaltungen auf Wege des "Shift vom Lehren zum Lernen", und kann auf theoretisch unterfütterte Lehrkonzepte, differentiell informiertes Lehrhandeln und diverse Hinweise der Gestaltung von Lehren und Studieren zurückgreifen.

Die Strukturierung hochschuldidaktischer Weiterbildung im deutschen Sprachraum in den letzten Jahren fördert die Möglichkeit zur Professionalisierung, viele Beispiele dokumentierter Lehrexperimente und Projekte in der Entwicklung von Lehre und Studium und evidenzbasierte Forschung in der Hochschulbildung zeigen ein weit aufgespanntes Feld für Möglichkeiten zur Diversifizierung und Erweiterung der Reflexion und der Praxis guter Lehre.

Der Stifterverband hat eine Initiative zur Verabschiedung einer "Charta guter Lehre" zum Abschluss geführt, in der Expertinnen und Experten in einer erweiterten Öffentlichkeit das Feld für gute Lehre auffächern. Ein interessiert und widersprüchlich aufgenommener Impuls, der, wenn er in permanenter Diskussion weitergeführt würde, zu einer Dynamisierung und Entwicklung für einen dringenden Bedarf beitragen könnte.

Denn die Charta enthält nicht nur Topics des Status Quo, Ausweisbares im Lehralltag. Sie zeigt vor allem Desiderata: für die Professionalisierung von Lehrkompetenz, die hochschuldidaktische Weiterbildung und eine Reihe von sie umgebenden Themen und Arbeitsfeldern in den Lehre begleitenden Professionen der Hochschulen. Sie zeigt aber auch die Dringlichkeit einer weiterführenden Diskussion und von Hinweisen und Antworten auf die Frage nach der Zukunft guten Lehrens.


Was ist in Zukunft "gute Lehre"?

Diese Frage schließt sich zwingend an, soll Lehre an Hochschulen weitergedacht und ­entwickelt werden.

Was muss oder soll dazu gehören? Wer kann und soll dazu beitragen? Welche Einrichtungen, Strukturmaßnahmen, welche Professionalisierungsbemühungen sind dazu nötig? Welche Wege der Kompetenzentwicklung und Professionalisierung von Lehrenden sind erfolgversprechend? Und vielleicht nicht zuletzt:

Was kann die hochschuldidaktische Weiterbildung zur guten Lehre beitragen?

Zum einen sind innovative Antworten aus der Hochschuldidaktik, den Projekten des Qualitätspakts und der Hochschulbildungsforschung gefragt.
Zum anderen gilt das Interesse dieser DOSS 2014 Beiträgen der fachbezogenen Hochschuldidaktiken. Die fachliche Perspektive, ihre Besonderheiten, aber auch die disziplinübergreifenden Aspekte und Hinweise in interdisziplinärer oder transdisziplinärer Perspektive sind besonders gewünscht.
In den letzten Jahren sind bundesweit einige Fachzentren der Hochschuldidaktik oder Zentren mit hochschuldidaktischem Schwerpunkt in einzelnen Disziplinen entstanden (Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Jura, Medizin, Kulturwissenschaften). Sie bereichern in dieser Perspektive die Diskussion und bieten neue Ansätze für die Professionalisierung im Fach oder mit Fachbezug.
In den hochschuldidaktischen Netzwerken ist eine Diskussion zur Professionalisierung der Hochschuldidaktik angestoßen worden. Aus deren Praxis ergeben sich Hinweise auf eine Reihe von Anforderungen, denen nur über eine sukzessive und attraktive Kompetenzentwicklung mit ausgewiesenen und ausweisbaren Abschlüssen zu genügen ist.
Schließlich stellt sich mit den Entwicklungen der letzten Jahre in verschiedenen Kontexten die interessante Frage, welche Hinweise auf differente, komplementäre oder innovative Professionalisierungsperspektiven für die Entwicklung von Lehrkompetenz oder gute Lehre und ihre Professionalisierung zu finden sind.
Nicht zuletzt sind in den letzten Jahren lehrebezogene Professionen und Dienstleistungen ausgebaut worden, die im Bereich der „dritten Sphäre“ der Hochschulen unverzichtbare Beiträge zum Gelingen guter Lehre leisten.


Das aktuelle Umfeld – die Diskussion über "gute Lehre"

Die Verabschiedung der "Charta guter Lehre" (eine Initiative des Stifterverbandes) – mehr vielleicht noch der mit ihrer Diskussion angestoßene Kommunikationsprozess – hat aus der Perspektive von Experten verschiedene Facetten aufscheinen lassen, was zu einer Praxis guter Lehre gehören könnte oder sollte.

Interessant wäre damit auch, was eine hochschuldidaktische Weiterbildungspraxis und ihre kritische Reflexion dazu beiträgt – oder beitragen könnte – den Weg zu guter Lehre sichtbar zu machen. Dabei stellt sich nicht zuletzt und insbesondere die Frage, wie sie mit ihr eigenen Methoden die wissenschaftliche Unterfütterung verschiedener Wege der Kompetenzentwicklung ausloten und sicher stellen könnte – einer wissenschaftlich ausgewiesenen Selbstbeobachtung, evidenzbasierter Begleit- und Wirksamkeitsforschung oder auch auf Wegen design-basierter, gestaltungs- und entwicklungsorientierter Forschungsanlagen.


Die DOSS und andere Tagungen der Hochschulforschung und Hochschuldidaktik

Die DOSS richtet sich mit speziellen Formaten professionalisierender Weiterbildung im Rahmen einer Tagung an die professionellen Hochschuldidaktikerinnen und Hochschuldidkatiker und ihr nahestehende Professionen. Sie erfüllt damit – das ist und Hoffnung zugleich – einen dringenden Bedarf in einer Landschaft, die auf dem Weg ist, ihre Strukturierung nachhaltig zu verbessern.

Sie bettet sich mit diesem Profil in die Landschaft von Tagungen der Hochschulforschung (die Tagung der GfHf) und der Hochschuldidaktik (die dghd-Tagung) ein. Sie ergänzt mit ihrer Tradition das Tagungs-Angebot von Hochschulforschung und Hochschuldidaktik.

Die Tagung wird als Ort der Kommunikation von Professionals mit Professionals gestaltet.
Sie favorisiert vor allem beteiligungsintensive Formate der Weiterbildungs-Tagungs-Kultur, um möglichst viele Teilnehmende und Akteure in die Diskussionen einzubeziehen und Gelegenheiten für Beiträge zu geben.

  • Praxisberichte
  • Workshops der Weiterbildung von Hochschuldidaktikerinnen und -didaktikern
  • Diskurswerkstätten, Diskussionsangebote aus der Hochschulbildungsforschung für die Einbettung in Hochschuldidaktik und in aktuelle Hochschulentwicklungen
  • Posterpräsentationen von Good Practice-Beispielen und innovativen Entwicklungen
  • Zukunftswerkstätten, die kreative und innovative Szenarien für die Zukunft entwerfen

Dies schließt wissenschaftliche Diskurse zu den behandelten Themen ausdrücklich ein.



Nebeninhalt

DOSS 2014 Logo

  • Wann?
    26.-28. Mai 2014

  • Wo?
    TU Dortmund

    Campus-Treff
    Vogelpothsweg 120

    Zentrum für HochschulBildung (zhb)
    Vogelpothsweg 78

    Internationales Begegnungszentrum (IBZ)
    Emil-Figge-Str. 59

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