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Zielsetzung des Projekts Uni:prise

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Universitäten auf dem Weg zu Unternehmen?

Autonomie und New Public Management sind die aktuellen Schlagwörter, unter denen Politik, Management und berufene Akteure der Universitäten über ihre Wirtschaftlichkeit kommunizieren – und die Organisationssoziologie „Organisationswerdung“ diskutiert. Universitäten auf dem Weg zu Unternehmen - im Rahmen der BMBF-Förderlinie Wissenschaftsökonomie wird sich auch ein Forschungsprojekt mit dem Namen Uni:prise mit Fragen befassen, die die Universität als Organisation in ihrem Selbstverständnis zwischen selbstreferentiell begründeter Expertenorganisation des Wissenschaftssystems und wirtschaftsförmiger Unternehmung des Wirtschaftssystems und vice versa verorten lassen.

Ein Teilprojekt, das am Hochschuldidaktischen Zentrum der TU Dortmund angesiedelt ist, wird insbesondere die Akteure in den Institutionen der Universitäten, ihre Konzepte, ihr Handeln und ihr reflexives Selbstverständnis fokussieren, Modelle extrapolieren und auf Ressourcen und Potentiale untersuchen. Partner sind verschiedene Universitäten und deren Institutionen.

Die Unterstellung, durch Selbststeuerung und die Steigerung von Autonomie könne im Wettbewerb um die Erfüllung von Exzellenzkriterien die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit in einem sich internationalisierenden Hochschulmarkt gesteigert und zugleich die Qualität von Forschung und Lehre verbessert werden, beherrschen die hegemonialen Management-Konzepte. Die unternehmensförmige Steuerung der Universitäten erscheint als eingängige, paradigmatisch sich etablierende Lösung. Wie ist dies aber an und in den Universitäten verankert?

Es interessiert in diesem Zusammenhang, wie die Akteure an Hochschulen, Institutionen und deren Management ebenso wie Individuen in diesen Institutionen sich verorten, wie sie diesen Paradigmenshift wahrnehmen wie sie mit ihm und seiner Verstetigung umgehen. In diesem Forschungsprojekt werden Fragen danach verfolgt, inwieweit sie in diese Entwicklung eingebunden sind oder sie verinnerlichen.

Genauso interessant sind Fragen danach, welche Konzepte sie bewegen und für sie handlungsleitend sind. welche anderen Antriebe konzept- und handlungsleitend koexistieren, welche Konzepte, Motivationen für internes Handeln, für die spezifischen Austauschbeziehungen an der Universität differenziert zwischen Forschenden, Lehrenden und Lernenden, Mitarbeitenden in Einrichtungen und zwischen den Einrichtungen in der Organisation Universität steuern - sei es als Residuen verbliebener Orientierungen oder als systemeigene, strukturdifferenzierende oder diversifizierende Konstrukte.

Das Projekt untersucht auf der Modell-, der Institutionen- und der Akteur-Ebene diese Fragestellungen mit dem Ziel der Konsistenzprüfung gängiger Modelle, innovative und evidenzbasierte Konzepte für die „Wirtschaftlichkeit“ der Universitäten zu entwickeln und mit den einbezogenen Akteuren zu erproben.


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