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ProfiLe: Transfer

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Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen in der Umsetzung eines professionalisierten Konzepts von Lehrkompetenzentwicklung fruchtbar gemacht werden.

Ziel ist die Modellierung eines anschlussfähigen Konzepts hochschuldidaktischer Kompetenzentwicklung und ein Konzept für Changemanagement und Qualitätssicherung in der hochschuldidaktischen Weiterbildung. Mit der Erstellung einer Expertenempfehlung (Weißbuch) sollen die Ergebnisse in der Hochschuldidaktik und Hochschulöffentlichkeit kommuniziert werden und ein Transfer in die Hochschuldidaktik angebahnt werden.

Das Projekt wird auf der Website der Online Community "hd-on-line.de" dokumentiert.

Lehrkompetenz an Universitäten ist eine hohe Anforderung, Lehrende sind für gute oder sogar exzellente Lehre zuständig. Der professionellen Zuschreibung steht allerdings kein professionalisierter Weg der Aneignung gegenüber, Lehrkompetenz wird auf unterschiedliche Weise entwickelt: in Selbstverantwortung, im Kontakt mit hochschuldidaktischer Weiterbildung, auf einem strukturierten Weg, über Lehrexperimente, in eigener Lehr-Lernforschung oder in kollegialem Austausch. Lehrende sind kompetent, aber unterschiedlich kompetent in der Differenzierung von Konzepten, Lehrverhalten, Lehr-Lern-Formaten und -Szenarien oder der Strukturierung eines konzeptionell und situativ angemessenen und diversifizierten Verhaltens.

Es besteht eine Chance für einen Ausbau von Lehrkompetenz, der an vorgegebene Erfahrungen anschließt, wenn die strukturierte Weiterbildung sich darauf einstellt und entsprechende Formate anbietet. In diesem Sinne ist in der Hochschuldidaktik in den letzten 10 Jahren grundlegend eine modularisierte Weiterbildung strukturiert worden. Es bedarf jedoch eines weiteren Tuningprozesses zwischen hochschuldidaktischer Weiterbildung und informeller, selbstgesteuerter Kompetenzentwicklung einerseits und einer professionalisierten Wertschätzung im Kontext der Zuständigkeit von Wissenschafts-Expertinnen und -Experten andererseits. Ohne dass eine elaborierte und diversifizierte Kultur von Lehren als Professionsmerkmal wissenschaftlicher Expertise wertschätzend anerkannt wird, ist Professionalisierung von Lehrkompetenz weiter prekär. Es muss sich lohnen, gut zu lehren.

Es gibt keine Notwendigkeit für einen Weg linearer und progressiver Kompetenzentwicklung – die Chance liegt in einer mäandrierenden, rhizomatisch differentiell strukturierten und multifokalen Lehrkompetenzentwicklung, wissenschaftlich unterfüttert. Sie sollte die fachlichen und studierzentrierten Bedarfe mit angemessenen Weiterbildungsangeboten vor allem in Beratungs- und Coaching-Formaten koppeln.

Verbesserung der Hochschullehre hat viele Aktionsfelder. Das der Lehr-Kompetenz ist nur eines. Dafür gibt das Forschungsteam im Projekt mit pointierten Ergebnissen aus diesen Untersuchungen und in Empfehlungen, die empirischen Evidenzen folgen, auf unterschiedlichen Tagungen und auf dem Weg der Vernetzung mit der Community der hochschuldidaktischen Programmentwicklerinnen und –entwickler Anstöße für die Weiterbildung und ihre Qualitätsentwicklung: etwa in der Kompetenz- und Outcome-Orientierung, der Veranstaltungsevaluation, der Reflexion in der Portfolioarbeit oder der inhaltlichen Strukturierung der Entwicklung von differenziertem Urteilsvermögen in kritischen Situationen in der Lehre.

Die Untersuchungsarbeit hat ein Tableau von Einstiegspunkten und Referenzen im Wir-kungszusammenhang der Lehrkompetenzentwicklung sichtbar gemacht, die neue Impulse für die Hochschuldidaktik und ihre Weiterbildungsveranstaltungen setzen.

Die selbstverantwortete Kompetenzentwicklung von Lehrenden muss in einem größeren Maße ernst genommen und in Weiterbildungskonzepten strukturell gekoppelt werden, z.B. in reflexiver Portfolioarbeit, Beratung und Coaching, "Scholarship of Teaching"-Konzepten (reflexive Gemeinschaften von Lehrenden) usw.

Wenn man vornehmlich rahmend auf eine induktiv auf den Weg gebrachte und auf intrinsische Motivation setzende Kompetenzentwicklung baut, sind Anreizsysteme wie Lehrpreise, Referenzprojekte und transparente Kommunikation hilfreich, für eine Etablierung von Professionskultur sind aber professionelle Profile in der wissenschaftlichen Karriere und bei Berufungen zwingend.

Von mheiner am 06.03.2009 - 13:11


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