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ProfiLe: Teilprojekt Dortmund

Profile Logo Projektpartner Hochschuldidaktisches Zentrum der Technischen Universität Dortmund:

 Die Auswertung von Kompetenzbiografien und Selbstbeobachtungen aus den Interviews von Lehrenden im Projekt ProfiLe legen die Notwendigkeit des Abschieds von vorgängigen Struktur- und Entwicklungskonzepten der Kompetenzmodellierung nahe: von prädiktiv bildungstheoretischen oder didaktischen zugunsten hybrider Lehrkonzepte und Verhaltenskonstruktionen, von linear sich entwickelnden zugunsten mäandrierender, von progressiven zugunsten rhizomatisch differentiell strukturierten und monofokalen zugunsten multifokalen Lehrkompetenz-Biografie-Modellen.

Hochschullehrende sind kompetent in der Lehre, eine Folge sozialkultureller Zurechnung von Lehrkompetenz, professioneller Zuständigkeit und hochgradiger Motivation insbesondere zu Beginn der Lehrtätigkeit. Sie bauen Kompetenz vor allem in fachlicher Perspektive aus. Didaktische Kompetenz, Kompetenz in der Lehre entwickelt sich jedoch höchst unterschiedlich – und weniger ausgestaltet.

Die institutionalisierte Hochschuldidaktik in Deutschland hat in den letzten Jahren parallel und begleitend zur Bologna-Reform ihr Programm der Weiterbildung entwickelt, teilnehmende Hochschullehrende entwickeln Kompetenz in diesem Kontext. Die Untersuchungen zeigen zwar auch eine ausgeprägte und damit beachtliche Kompetenzentwicklung von Lehrenden in selbstverantworteter Reflexion, aber auch markante Unterstrukturierung in verschiedenen Hinsichten kompetenzorientierter Reflexion, Flexibilisierung und Innovation von Lehrkonzepten sowie der Diversifikation des Lehrhandelns. Aber auch ein Gelingen hochschuldidaktischer Weiterbildung im diesem angezeigten Sinn ist nicht selbstverständlich und insbesondere die Verschränkung informeller und weiterbildungsgesteuerter Kompetenzentwicklung bleibt weiter ein Problem. Es macht deshalb Sinn, Lehrkompetenzentwicklung sowohl individuell als auch durch Weiterbildung zu strukturieren, individuelle Kompetenzbiografien und übliche Berufskarrieren in einem Tuning-Prozess von informeller und formeller Kompetenzentwicklung zu vermitteln.

Parallel zur zweiten Welle der Bologna-Reform bedarf es eines "Tuning-Prozesses", der die Kontextsteuerung für die Professionalisierung der Lehrkompetenz aktualisiert und die diversifizierten Strategien ihrer Entwicklung mit den Zielen der veränderten Universität verbindet. Exemplarisch wird dies an der kompetenzorientierten Evaluation von Weiterbildungsveranstaltungen, an exemplarischen "Learning Outcomes" von Weiterbildungsveranstaltungen, an Lehrportfolios und Hinweisen für die Weiterbildung in die hochschuldidaktische Community hinein kommuniziert.

Von MSchaefer am 09.11.2011 - 12:25


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