Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Was ist PBL?

Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden. (Alexander Solschenizyn)

Was ist PBL? Der gordische Knoten? das Ei des Kolumbus....? Nicht alle Lösungen sind so einfach. Und nicht alle Probleme springen sofort ins Auge. PBL ist eine Lernform, die Studierende befähigt, Fachwissen zur Bearbeitung und Lösung fachlicher Probleme einzusetzen. Im Mittelpunkt des Lernprozesses stehen praxisnahe Fälle, vor allem in der Medizin und den Ingenieurswissenschaften. Aber auch andere für ein Fach paradigmatische Fragen und Konflikte können, insbesondere in den Sozial- und Geisteswissenschaften, Grundlage für ein Lernen mit PBL sein.

Mit PBL suchen Studierende substantielle Fragen rund um ein Thema in der Kürze einer Lerneinheit. Sie recherchieren, exzerpieren und studieren in Eigenarbeit und tragen die Ergebnisse beim nächsten Treffen zu einer gemeinsamen Lösung zusammen. Hochschullehre nach problembasierten Prinzipien verleiht ihnen unerlässliche Schlüsselkompetenzen für die berufliche Zukunft: Analytische Fähigkeiten, Akkumulation und Nutzung geeigneter Informationen, Lösungsgenerierung bis hin zur Auswahl der am sinnvollsten oder wissenschaftlich fundiertesten Lösung.

Weitere Merkmale von PBL

  • Klare Handlungsabläufe im Problembearbeitungsprozess
  • soziale Interaktion innerhalb der PBL-Gruppe bei Bearbeitung der Fälle
  • tutorielle Begleitung der Gruppenarbeit
  • die Fallarbeit kann von Anfang an, also auch zur Erarbeitung von Grundlagenwissen, eingesetzt werden.
Einige Zitate

(…) PBL refers to a pedagogic process (…) in which beginning (…) students are given a problem before they have had didactic instruction on the relevant basic science. In small groups, guided by a tutor or facilitator, the students generate hypotheses – often ingenious and sometimes outrageous – and then go to resources including primary and secondary literature to learn the basic science required to account for the case material. (Federmann, 1999).

In problem-based learning, scenarios relating to real life are used as a point of departure for the learning process. (Abrandt Dahlgren & Öberg, 2001)

Problem-based learning (PBL) is a pedagogical approach to professional training that emphasises the development of (…) reasoning skills and self-directed learning. In contrast to more traditional lecture-based approaches that focus upon the linear acquisition of course content, PBL is undertaken in the context of actual case presentations. (Kiernan, Murrell & Relf, 2008)

In problem based learning, students collaborate to study the issues of a problem as they strive to create viable solutions. Unlike traditional instruction, which is often conducted in lecture format, teaching in problem based learning normally occurs within small discussion groups of students facilitated by a faculty tutor. (Aspy, Aspy & Quimby, 1993)

Die Kernidee (...) problembasierten Lernens besteht darin, Unterricht und Lernen im Geist des Problemlösens zu gestalten. Zwei funktional Prototypen lassen sich dabei unterscheiden: (...) Während im ersten Fall [,dem traditionell verpflichteten Unterricht, Anm. d. R.] die Lernenden bereits vor der Lösung (...) über das notwendige Basiswissen verfügen müssen und das Lösen von Aufgaben dazu dient, einen bereits stattgefundenen Lernprozess zu "sichern", generieren die Lernenden beim problembasierten Lernen neues Wissen im Prozess der Problembearbeitung (...). (Reusser, 2005)

Problem-based learning has often been understood only as a method of learning. What distinguishes PBL as a teaching technique, as an educa­tional strategy, or even as a philosophy are the changes in the whole learning environment that the approach requires. Defining PBL as an educational phi­losophy means holistically considering a number of elements: the organisa­tional context; curriculum content and design; and the teaching and learning approach, including the method of assessment and evaluation. (Poikela & Poikela, 2005)



Nebeninhalt

Einstiegslektüre zum Thema
  • Biggs, John (2003): Teaching for Quality Learning at University. What the student does. Maidenhead: Open University Press.
  • Moust, Bonhuijs et al. (1999): Problemorientiertes Lernen. Wiesbaden: Ullstein Medical.
  • Weber, Agnes (2007): Problem-Based Learning. Ein Handbuch für die Ausbildung auf der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe. Bern: h. e. p. Verlag.

Social Media

Twitter