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Sehgeschädigte Studierende

Unterstützung sehgeschädigter Studierender

Sehschädigung ist der Oberbegriff für sehbehinderte und blinde Menschen. Für sehgeschädigte Menschen ist es in der Praxis entscheidend, mit welchen Hilfsmitteln gearbeitet werden muss: Es gibt Personen, die mit tastbarer Blindenschrift (Braille) oder mit vergrößernden Sehhilfen (Lupe, Fernglas), mit Großdruck oder Tonbändern (Kassettenrekorder) arbeiten müssen.

Dies ist individuell sehr unterschiedlich; es können auch verschiedene Arbeitstechniken gleichzeitig verwendet werden.

Das Hauptproblem an der Hochschule ist die immense Masse an gedruckten und visuellen Informationen, insbesondere von Studienmaterialien, zu denen sehgeschädigte Studierende Zugang finden müssen. Der gesamte Buchbestand der Universitätsbibliothek ist für blinde und sehbehinderte Studierende nicht ohne Umsetzung des Normaldrucks in Punktschrift oder auf Tonband oder in Großdruck lesbar. Diese Umsetzung muß organisiert werden und erfordert wie die Arbeitstechniken beim Lesen und Bearbeiten der Literatur mehr Zeit.

Mögliche Hilfen sind:

  • klare Strukturierung von Tafelbildern, auch unter Nutzung von gelber Kreide;
  • Verbalisieren von schriftlichen und visuellen Medien;
  • Anfertigen von Vergrößerungen aller Thesenpapiere;
  • Vergrößern, Kopieren von Overheadfolien und Tafelbildern auf Papier;
  • Mitteilen, wo Plätze im Seminarraum frei sind beziehungsweise Hinführen zum Platz (bei Orientierungsproblemen);
  • Akzeptieren des durch die Arbeitstechniken entstehenden Geräuschpegels (zum Beispiel bei Verwendung von Diktiergeräten, Punktschriftschreibmaschinen, elektronischem Notizbuch für Blinde oder bei klärenden Nachfragen bei der Sitznachbarin);
  • Initiieren von bzw. Erlaubnis zur Teamarbeit beziehungsweise Kooperation mit dem eigenen Studienhelfer und/oder Anschaffung und Nutzung angepaßter Geräte (zum Beispiel Meßinstrumente mit Großschriftdisplay) bei experimentellen Durchführungen;
  • individuelle Abklärungen bezüglich Prüfungen (spezielle Geräte, gegebenenfalls mündliche statt schriftlicher Prüfung, Zeitverlängerung). Klausuren können nach Absprache mit dem Prüfungsamt auch im "Arbeitsraum und Hilfsmittelpool für behinderte Studierende" geschrieben werden.

Für die Umwandlung von Studienmaterialien in sehgeschädigtengerechte Medienformen steht Ihnen der "Umsetzungsdienst zur sehgeschädigtengerechten Adaption von Studienmaterialien" zur Verfügung.