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Hörgeschädigte Studierende

Unterstützung hörgeschädigter Studierender

Unter hörgeschädigten Menschen werden sowohl schwerhörige und ertaubte als auch gehörlose Menschen verstanden.

Unter Ertaubten versteht man Personen, die erst später ihr Hörvermögen verloren haben; je nach Zeitpunkt der Ertaubung sind auch die Artikulation und das Sprachverständnis verändert.

Gehörlose sind Personen, die von Geburt an kein Hörvermögen besitzen. Ihr Aufbau von Lautsprache (gesprochene Sprache), der Umfang ihres Wortschatzes und somit auch ihr Verstehen von Begriffen ist erheblich beeinträchtigt. Neben der Lautsprache verwenden sie eine Gebärdensprache.

Schwerhörige wiederum sind Menschen, die, allgemein gesagt, schlechter oder anders hören, das heisst aber nicht, dass ihnen durch lautes Sprechen bereits geholfen wäre. Eine Hörschädigung ist nur bedingt durch Hörgeräte ausgleichbar. Oftmals wird viel von den Lippen abgelesen.

Das Hauptproblem stellt die Kommunikation dar; deshalb ist es wichtig, dass Sie stets

  • beim Sprechen den Studierenden zugewandt reden;
  • nicht im Gegenlicht stehen;
  • keine Tafelbilder mit dem Rücken zu den Studierenden erklären etc.;
  • deutlich (bereits ein die Lippen verdeckender Bart kann das Ablesen stark beeinträchtigen, wenn nicht sogar unmöglich machen) und nicht zu schnell sprechen (Gebärdendolmetscher können so besser beim Übersetzen Schritt halten);
  • mit visuellen Medien (Tageslichtprojektor, Tafel, Thesenpapieren, Skripten) arbeiten;
  • gestatten, dass hörgeschädigte Studierende bei Sitznachbarn nachfragen, Gruppenarbeit nutzen oder mit ihrem/r Gebärdendolmetscherin kommunizieren, um Verständnisschwierigkeiten zu klären;
  • für klärende Gespräche nach dem Seminar oder in der Sprechstunde selbst Bereitschaft zeigen;
  • das Saalmikrofon oder die vom Hörgeschädigten mitgebrachte Mikroport-Anlagen (ein drahtloses Sende- Empfangsgerät) benutzen;
  • Absprachen über Prüfungsmodifikationen treffen: schriftliche statt mündlicher Prüfung, mündliche Prüfung mit GebärdendolmetscherIn oder Studienhelfer.