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Begleitete Elternschaft

Dass intellektuell beeinträchtigte Menschen ein Recht auf Elternschaft haben, kann heute nicht mehr in Frage gestellt werden. Die Gesellschaft, in der wir leben, stellt das Recht der Eltern ebenso wie das Wohl der Kinder unter den besonderen Schutz des Staates. Was trotzdem bleibt und bleiben wird, ist das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch der Eltern nach gelebter Elternschaft und dem Bedürfnis der Kinder nach Pflege, Versorgung, Wärme, Geborgenheit und Entwicklung, verbunden mit den Schwierigkeiten mancher Eltern, diese Bedürfnisse ihrer Kinder zu erfüllen.

Diese Schwierigkeiten teilen intellektuell beeinträchtigte Eltern allerdings mit vielen anderen Eltern. Deutlich geworden ist in der Praxis, dass es ein spezielles konzeptionell und inhaltlich fundiertes Unterstützungsangebot für diese Familien geben muss, und dass die Zusammenarbeit unterschiedlicher Dienste, Institutionen und Kostenträger erforderlich ist, um den Familien eine Chance zu geben, als solche zusammenzuleben.

Vor diesem Hintergrund entstand ein Modellprojekt, das über einen Zeitraum von zwei Jahren lief. Die Aktion Mensch und die Software AG-Stiftung in Darmstadt finanzieren das Projekt. Projektbeteiligte des Modellvorhabens sind in einem Kooperationsverbund

 

Dr. Birgit Rothenberg (DoBuS) war neben Prof. Dr. Albert Lenz Mitglied der Projektleitung und insbesondere für die Begleitforschung verantwortlich.

Für den Fall, dass Sie sich näher mit dem Thema Begleitete Elternschaft beschäftigen möchten, verweisen wir gern auf unser im Dezember 2010 erschienenes Buch. In diesem sind die Ergebnisse der Begleitforschung zum Modellprojekt dokumentiert. Außerdem werden ausführlich und praxisnah die verschiedenen Aspekte der Unterstützungsarbeit dargestellt:

Albert Lenz, Ulla Riesberg, Birgit Rothenberg, Christiane Sprung: Familie leben trotz intellektueller Beeinträchtigung - Begleitete Elternschaft in der Praxis. Freiburg 2010.