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Werkstätten

Freitag, 14.09.2018 (13:30-15:15 Uhr)

 

Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf die entsprechenden Programmpunkte. Informationen zu den Dozentinnen und Dozenten finden Sie hier.

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Für die Qualitätsentwicklung in Ihrem System ist professionelle Kommunikation ein zentrales Element Ihres Leitungshandelns und ein wichtiges Führungsinstrument. In unserer Kommunikations-Werkstatt geben wir Ihnen theoriebasiert Anregungen zur weiteren Professionalisierung Ihrer Leitungs-Kommunikation. Dabei beziehen wir auch Nutzungsmöglichkeiten der professionellen digitalen Kommunikation mit ein - so z. B. die Nutzung kollaborativer Planungsplattformen. Wir freuen uns auf die Diskussionen mit Ihnen.

Ursprünglich aus der Softwareentwicklung stammende Methoden wie Design Thinking, Protoyping oder Scrum ersetzen mittlerweile in vielen Branchen das klassische Projektmanagement. Auch für Schulen bieten sich damit neue Möglichkeiten, schnell und flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen (Stichwort Digitalisierung) zu reagieren und durch „agile leadership“ eine partizipative Organisationskultur zu entwickeln. Nach einem kurzen methodischen Input werden Beispiele agiler Schulentwicklung vorgestellt und in der schulischen Praxis reflektiert.

Im Referenzrahmen Schulqualität NRW ist in Form von Qualitätskriterien zusammengeführt, was unter guter Schule zu verstehen ist. Das Online-Unterstützungsportal will Schulen bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützen und bietet dazu entsprechende begleitende Materialien und Informationen. In der Werkstatt werden sowohl der Referenzrahmen als auch das Online-Unterstützungsportal kurz vorgestellt. Darüber hinaus soll methodisch ausgelotet werden, in welcher Weise beides zur Impulsgebung, Qualitätssicherung und -entwicklung dienen und für innere Schulentwicklungsprozesse nutzbar gemacht werden kann.

Vorurteile sind normale Grundlage unseres Handelns. Das Zusammentreffen verschiedenster Kulturen ist heute nicht nur bei internationalen Begegnungen, sondern im täglichen Schulleben Realität. Wie man dies gestalten und darauf vorbreiten kann, Vorurteile in geprüftes Wissen zu verwandeln, um sich auf gleicher Augenhöhe begegnen zu können, hierfür gibt der Workshop Anregungen: Mein interkulturelles Selbst; Identität; Was ist interkulturelle Kompetenz? Geeignete Übungen; Kritische Ereignisse in interkulturellen Situationen; Interkulturelles Lernen und Schulentwicklung.

Lernstandserhebungen sind ein Diagnoseverfahren, welches auf Klassenebene Rückmeldungen über Stärken und Schwächen in zentralen Bereichen des fachlichen Lernens gibt. Die Fachkonferenz berät über die Ergebnisse und legt Konsequenzen für die schulische und unterrichtliche Arbeit fest. Sie sind somit eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung des Unterrichts. Es werden Möglichkeiten des Online-Auswertungswerkzeugs mit Fokus auf die Interpretation und Nutzung der Ergebnisse vorgestellt.

Wenn Lehrkräfte gefragt werden, was gute Führung ausmacht, dann stehen Aspekte wie Verlässlichkeit, Berechenbarkeit, eine gute Beziehung zwischen Kollegium und Schulleitung ganz oben auf der Liste. Auch für Eltern, Schulaufsicht oder Bildungspolitik ist die Einhaltung von Regeln ein hohes Gut. Andererseits stellt sich schulischen Führungskräften oft die Frage, ob sie ein Überschreiten von Grenzen, einen Regelbruch, ja sogar einen Verrat riskieren, um ihre Organisation insgesamt voran zu bringen. Man könnte sogar behaupten, dass Führung besonders dann notwendig ist, wenn bestehende Regeln nicht weiterhelfen. Der Workshop beschäftigt sich mit dieser Ambivalenz von Regelverletzung und Regelbefolgung.

Bildung insgesamt und Schulen im Besonderen stehen aufgrund des rasanten kulturell-technologischen Wandels vor dramatischen Umbrüchen. In einem einführenden Vortrag werde ich anhand von sieben zentralen Trends skizzieren, welchen Chancen, aber auch Risiken die absehbaren Entwicklungen für die Erneuerung von Schule und Unterricht haben. Anhand von Beispielen innovativer Schulen werden wir mögliche Konturen einer zukunftsfähigen Schule herausarbeiten. Ausgehend vom Transfer werden wir im gemeinsamen Austausch Strategien zur Umsetzung entwerfen.

Der Schulentwicklungspreis Gute gesunde Schule ist eine Initiative der Unfallkasse NRW. Er wird seit zehn Jahren an Schulen in Nordrhein-Westfalen vergeben, die sich die positiven Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Bildung zunutze machen und dabei Gesundheitsförderung systematisch in ihre Schulentwicklung integrieren. Die prämierten Schulen erhalten bis zu 15.000 Euro für ihre Schulentwicklungsarbeit. Im Rahmen der Werkstatt zum Schulentwicklungspreis Gute gesunde Schule erhalten Sie Informationen zu den Inhalten, dem Verfahren, dem Aufwand und dem Nutzen einer Bewerbung.

Unternehmen, Organisationen und gleichermaßen das System Schule sehen sich mehr denn je der Tatsache gegenüber, dass sich ihr Umfeld schnell verändert und vermeintliche Sicherheiten möglicherweise schon morgen keinen Bestand mehr haben. Anforderungen, die sich durch digitale Transformationsprozesse und den damit verbundenen systemischen Entwicklungsbedarf ergeben, stellen hierbei eine markante Einflussgröße dar. Wie können Systeme dabei unterstützt werden? In welcher Weise darf bzw. muss sich Führung in Zeiten digitaler Transformation verändern, um Entwicklungsdynamiken produktiv, ebenso systemachtsam begleiten zu können? Eine mögliche Antwort: „Gute Führung in Zeiten des Unerwarteten ist achtsame Führung – für sich selbst und für das System.“ Neben der eigenen Standortbestimmung bietet die Werkstatt Raum und Möglichkeit, Mindful Leadership und organisationale Achtsamkeit als wirksame Stellgrößen und Basiskompetenzen für den Umgang mit den gegenwärtigen Entwicklungsanfragen und -notwendigkeiten im Kontext von erfolgreicher Schulentwicklung zu betrachten. Zu diesem Zweck wird auch das zugrundeliegende Konzept von Mindful Leadership zum Gegenstand gemacht.

 

Samstag,15.09. (10:45-12:30 Uhr)

 

In diesem Workshop möchten wir verschiedene Feedbackinstrumente und ihre Einsatzmöglichkeiten als Handwerkszeug für Schulleitungen vorstellen. Im Zentrum des Workshops stehen die theoretische Einordnung, praktische Erarbeitung und konkrete Erprobung von onlinebasierten, partizipativen Verfahren mit dem Fokus auf Leitungsfeedback. Am Beispiel der Feedback-App Edkimo möchten wir mithilfe von Smartphone, Tablet und PCs in Echtzeit eine solche Feedbackschleife konkret erarbeiten, ausprobieren und diskutieren.

Digital ist nicht besser. Zumindest nicht automatisch. Mit bunten Apps lassen sich vielleicht besser Vokabeln und Matheaufgaben trainieren. Mit animierten Erklärvideos lassen sich frontale Belehrungen beliebig oft wiederholen. Mit Smartboards kann das Tafelbild durch PowerPoint ersetzt werden.

Aber die entscheidende Frage ist: Optimieren wir hier nur die Schule des 19. und 20. Jahrhunderts? Verhindert die Rede von „digitale Bildung“ sogar den notwendigen Paradigmenwandel? Für Bildungsziele wie Aufklärung und Mündigkeit, Kreativität und kritisches Denken, Freiheit und Verantwortung braucht es keine Vereinfachung der digitalen Welt, sondern Ansätze, die das offene Netz umarmen, den Umgang mit Vielfalt und Chaos fördern, selbstbestimmte Aktivitäten und kollaborative Projekte ermöglichen.

Die Wissensgesellschaft konfrontiert uns mit einer paradox erscheinenden Situation: Einerseits ist Wissen, der Stoff, der traditionell an Schulen gehandelt wird, jederzeit und überall im Übermaß verfügbar. Gleichzeitig wissen wir heute weniger denn je, welches Wissen Schülerinnen und Schüler in Zukunft benötigen werden, um die beruflichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Worauf müssen wir unsere Schülerinnen und Schüler vorbereiten? Was wird in Zukunft der Stoff der Schule sein? Wie lässt sich die Organisation der eigenen Schule passend weiterentwickeln? Im Workshop fragen wir danach, von welcher Kultur Schulen geprägt sind; wie eine Diskussion darüber initiiert werden kann, an welchen Werten sich eine Schule der Zukunft orientieren will und was Führung tun kann, um die eigene Organisation werteorientiert zu entwickeln und kulturellen Wandel zu gestalten.

An Schulen wie der Alemannenschule Wutöschingen, die unlängst als innovativste Schule Europas bezeichnet wurde, wurden in den vergangenen Jahren viele an Schulen übliche Strukturen überdacht und angepasst. Es gibt keine Klassen, Klassenbücher und -zimmer mehr; Kinder mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung lernen ganz selbstverständlich miteinander und voreinander; Jedem Kind steht ein Tablet, jeder Lehrkraft ein Tablet und ein aktueller Laptop sowie ein eigener Arbeitsplatz zur Verfügung. Die Werkstatt gibt Einblicke in einen solchen Schulalltag und bietet so vielfältige Impulse.

Im Mittelpunkt dieser Werkstatt steht die Entwicklung eines „Werte-Konzeptes“ mit der gesamten Schulgemeinschaft (Trias: Eltern – Kind – Schule) – auch vor dem Hintergrund inklusiver Schulentwicklung. Die Werkstatt richtet sich an Lehrkräfte aller Schulformen. Die vorgestellten Materialien entlasten die Lehrkräfte durch einheitliches Vorgehen und dienen gleichzeitig der Elterninformation sowie der Dokumentation in der Schule. Jeder Teilnehmer erhält eine Daten-CD mit vielfältigen Materialien für die Arbeit an der eigenen Schule.

Kinder aus einkommensschwachen Haushalten, deren Eltern nicht studiert haben, besuchen – unabhängig von ihren vorhandenen Potenzialen – seltener ein Gymnasium, erwerben weniger häufig eine Hochschulreife und können auch Übergänge in die Berufsausbildung bzw. ein Studium weniger erfolgreich gestalten als ihre Altersgenossen aus einkommens¬starken Akademikerfamilien. Während nur jedes fünfte Kind aus einer Akademikerfamilie kein Studium aufnimmt, ist es bei Kindern aus Nichtakademikerfamilien nahezu umgekehrt – nur jedes vierte Kind besucht nach der Schule eine Hochschule. Dass dies veränderbar sein kann, mag die Arbeit der Westfälischen Hochschule gerade mit Talenten aus weniger privilegierten Verhältnissen auf dem Weg zur Hochschulzugangsberechtigung in den Schulformen Gymnasium, Berufskolleg, Realschulen und Gesamtschulen des Ruhrgebietes zeigen. Welche Ideen und Anregungen können Bausteine der schulischen Arbeit auch außerhalb Nordrhein-Westfalens werden? Der Workshop fokussiert die Ansätze des Talentscoutings in enger Vernetzung mit dem von der Stiftung Mercator geförderten Ansatzes des TalentKolleg Ruhr in Herne sowie der schulformübergreifenden Ansprache durch Schülerstipendienprogramme ab der Klasse 8. Neben der Auffächerung der einzelnen Möglichkeiten am einzelnen Schulstandort werden Anknüpfungspunkte eines schulischen Change-Managements berührt, um schulindividuelle Talentförderung sichtbar zu machen und nachhaltig in der Schule zu verankern. Konkrete Praxisbeispiele aus den mit der Talentförderung kooperierenden Schulen werden in den Workshop eingeflochten und runden die Agenda ab. Fragen, die Sie im Vorfeld in den Workshop einbringen möchten, richten Sie bitte an: frank.meetz@w-hs.de

Konferenzleitung ist nur ein Handwerkzeug und eine Selbstverständlichkeit unter den vielen Aufgaben, die an Schulleiterinnen und Schulleiter gestellt werden. Die notwendige Kompetenz, Konferenzen und (kleinere) Gruppen zu leiten, wird als selbstverständlich vorhanden vorausgesetzt. Allerdings basiert die Praxis von Schulleiterinnen und Schulleitern allerdings häufig allein auf der Übernahme oder auch Ablehnung von selbst erlebter Konferenzpraxis. Dabei wird vielfach übersehen, dass im 21. Jahrhundert veränderte Führungsansätze gefordert sind. „Output“ – Orientierung, die Diversität der Schullandschaft und die gesteigerte Eigenverantwortlichkeit eröffnen viele Spielräume für die inhaltliche Ausgestaltung. „Topdown“ - Denken hat sich im Zusammenhang mit Entwicklungs- und Gestaltungsvorhaben als wenig konstruktiv erwiesen. Dialogische und kooperative Ansätze, die alle an Schule Beteiligten, vornehmlich aber die Lehrkräfte, einbindet, sind notwendig. Hier soll nun in der Kürze der Zeit der Versuch gemacht werden, das Thema „Konferenzen“ von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Zwar liegt der Schwerpunkt der Darstellung auf der Durchführung, aber ebenso Aspekte, die nicht originär der Kompetenz „Konferenzleitung“ im Sinne der Durchführung einer Konferenz zugeordnet werden, sollen angesprochen werden. Dazu gehören

  • Aspekte von Konferenzleitung
  • die Konferenzstruktur einer Schule
  • die Vorbereitung einer Konferenz
  • die Konferenzdurchführung
  • das Thema „Störungen“

Am Anfang steht ein Beispiel. Es geht um die Geschichte eines weitreichenden Veränderungsprozesses an einer Ganztagsschule in Bremerhaven, die Teamarbeit als Arbeitsstruktur etabliert hat, dargestellt von der Referentin, damalige Schulleiterin. Die Arbeitsrealität an Schule hat sich längst hin zur Zusammenarbeit in multiprofes-sionellen Teams entwickelt. Die Ermöglichung individualisierter Lernprozesse erfor-dert einen bewussten Umgang mit Heterogenität und ein gemeinsames Handeln von Akteuren unterschiedlicher beruflicher Herkunftsgruppen. Für dessen Gelingen braucht es einen bewusst gestalteten Prozess, der das Handeln unterschiedlicher Professionen von einem Nebeneinander zu einem gemeinsamen Miteinander verschmilzt. Im Workshop werden Antworten auf die Fragen erarbeitet, welcher Kompetenzen es bei den Akteuren für das Gelingen multiprofessioneller Teamarbeit bedarf, welche Dynamiken so tiefgreifende Veränderungsprozesse an Schulen kennzeichnen und welche neuen Fortbildungsinhalte und Qualifizierungsformate passend sind. Das Selbstverständnis des Workshops lautet: Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht! Aber gut gewusst und dialogisch hinterfragt kennzeichnet Professionalität!

Das komplexe System Schule ist einer Vielzahl von Konfliktquellen ausgesetzt, die aus der Organisationsumwelt (Politik, Verwaltung, Eltern etc.) in Schule hineingetragen und auch von den Organisationsmitgliedern immer wieder selbst erzeugt werden. Schulleitungen sind dabei häufig aufgrund ihrer herausgehobenen Stellung in der Organisation selbst Teil dieser Konflikte und können sich, auch wenn sie eigentlich nur Moderatoren im Konfliktgeschehen sein wollen, sehr schnell in diesem verstricken.

In der Werkstatt werden Lösungen für Konflikte und Blockaden aus Sicht eines systemischen Ansatzes vorgestellt.



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Kontakt

M.A. Erz. Wiss. Britta Ratajczak
Tel.: 0231 755-6621