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Digital Learning Leadership

Steckbrief
‣ nächster Start 8.10.2019
‣ Anmeldesschluss 20.9.2019
‣ Dauer 2 Semester, berufsbegleitend, 11 Präsenztage, 360 Zeitstunden (Präsenzzeiten und Selbststudium, entspricht 12 ECTS)
‣ Kosten 1.990 EUR (zahlbar in 3 Raten)
‣ Veranstaltungsort Deutsche Akademie für Pädagogische Führungskräfte, Hohe Straße 141, 44139 Dortmund
‣ Teilnehmerzahl maximal 25 Personen
‣ Studienleitung OStD Martin Fugmann, Schulleiter am Ev. Stiftischen Gymnasium, Gütersloh, bis 2016 Schulleiter an der German International School of Silicon Valley, Leiter der Abteilung Bildung und Digitales an der DAPF.
‣ Wissenschaftl. Leitung Prof. Dr. Birgit Eickelmann, Lehrstuhl Schulpädagogik an der Universität Paderborn, Arbeitsschwerpunkte: Digitalisierung von Schule und Unterricht, u.a. Leiterin des Nationalen Forschungszentrums der Studie ICILS 2018 (Internationale Computer und Information Literacy Study).
Termine 2019/2020
Tag 1+2: 8. – 9.10.2019, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Digitalisierung in Schule und Unterricht: Die Rolle der Schulleitung im Transformationsprozess
Tag 3+4: 20. – 21.1.2020, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Das Medienkonzept als integraler Bestandteil des Schulentwicklungsprozesses
Tag 5+6: 25. – 26.2.2020, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Der Einsatz von Kommunikationsplattformen und Lernmanagementsystemen in der Schule
Tag 7+8: 25. – 26.3.2020, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Digitalisierung von Bildungslandschaften - Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien in regionalen Bildungsnetzwerken
Tag 9+10: 12. – 13. Mai 2020, jeweils 09:00 - 16:30 Uhr: Datengestützte Schul– und Unterrichtsentwicklung mit Hilfe digitaler Instrumente
Tag 11: Herbst/Winter 2020: Abschluss und Prüfung (genauer Termin wird noch bekannt gegeben, 1,5 Tage)

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Digitalisierung stellt eine große Herausforderung für alle Akteure im Bildungssystem dar. Das Alltagsleben ist umfassend von der Digitalisierung geprägt. Im Zeitalter von Industrie 4.0 sind Konzepte zur Einbeziehung digitaler Medien in der Schule überfällig. Aktuelle Studien zeigen, dass deutsche Schülerinnen und Schüler international den Anschluss verlieren könnten. Pädagogisch durchdachte Konzepte sind der Schlüssel, die schulisches Lernen mit digitalen und durch digitale Medien in seiner Wirksamkeit unterstützen.

Schulleitungen und pädagogische Führungskräfte nehmen an dieser Stelle eine zentrale Rolle ein. Ihre zentralen Aufgaben beziehen sich auf die Vorbereitung, Moderation und Steuerung von Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen, die das Lehren und Lernen mit digitalen Medien entlang der Herausforderungen und Zielsetzung der eigenen Schule ausgestalten. Neben konkreten Aufgaben, wie die Umsetzung bundeslandspezifischer Konzepte, etwa des Medienkompetenzrahmens NRW in ein schulisches Medienkonzept, gehört die Entwicklung von pädagogischen Perspektiven für die eigene Schule vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen zu den Zukunftsaufgaben für Schulleitungen und pädagogischen Führungskräften. Neues zu wagen, Rückhalt zu geben und das Kollegium zu ermutigen und zu bestärken, gemeinsam neue Wege zu erproben gehören genauso dazu, wie sich konkret in Schulentwicklungsprozesse einzubringen und zukunftsweisende Entscheidungen für die Schule zu treffen.

Die Digitalisierung nimmt in diesem Sinne Schulleitungen und pädagogische Führungskräfte in die Verantwortung, zielführende Schulentwicklungsprozesse zu steuern und schulische Rahmenbedingungen zu schaffen.

 

Studieninhalte (Beispiele):

  • Schul– und Unterrichtsentwicklung im Kontext von Digitalisierung
  • Rolle der Schulleitung im Transformationsprozess „Digitalisierung von Schule und Unterricht
  • Vorstellung von Entwicklungsvorhaben der Landesregierungen und daraus resultierende Aufgaben für Schulleitungen und andere pädagogische Führungskräfte
  • Entwicklung und Reflexion schulischer Medienkonzepte
  • Kommunikationsplattformen, Cloud-Lösungen und Lernmanagementsysteme
  • Digitalisierung und regionale Bildungsnetzwerke
  • Digitale Feedback– und Evaluationsinstrumente

 

Ziel des Studiums: 

Ziel des Zertifikatskurses ist die Qualifizierung von Führungskräften zur Umsetzung der Digitalisierung an der einzelnen Schule mit Fokus auf Schul- und Unterrichtsentwicklung.

 

Zielgruppe:

Der Zertifikatskurs wendet sich an Führungskräfte im Schulbereich, die mit der Umsetzung von Digitalisierungskonzepten des Landes mit Fokus auf Schul- und Unterrichtsentwicklung befasst sind, also an Schulleitungen, Didaktische Leitungen, Fachgruppen– und Stufensprecher/innen, Steuergruppenvorsitzende, Kompetenzteamleitungen, Schulentwicklungsberater/innen und andere pädagogische Führungskräfte.

 

Zertifikat:

Nach erfolgreichem Abschluss (Studienarbeit und mündliche Präsentation) erwerben die Teilnehmenden ein Universitäts-Zertifikat nach § 62 Hochschulgesetz NRW, verliehen durch die Technische Universität Dortmund, Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie.

 

Bewerbung:

Sie können sich bis zum Anmeldeschluss am 20.9.2019 über dieses Bewerbungsformular schriftlich für den Universitäts-Zertifikatskurs anmelden. In dem Entgelt von 1.990 EUR (zahlbar in 3 Raten) sind Verpflegung und Kursmaterialien enthalten.

Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie den AGBs und den Datenschutzhinweisen des Vereins „Wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Dortmund e.V.“ zu. 

Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 25 Personen. Bei mehr als 25 Personen wird gemäß der Prüfungsordnung der TU Dortmund ein Losverfahren durchgeführt. 

 

Modulinhalt:

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Welche Bedeutung hat das Arbeitsfeld „Bildung in der digitalen Welt“ für die Schul- und Unterrichtsentwicklung und welche Kompetenzen sollten pädagogische Führungskräfte in ihren Rollen, Funktionen und Aufgaben erwerben, damit sie den Herausforderungen, die mit der Digitalisierung des Systems Schule einhergehen, begegnen können?

Das erste Modul wird, ausgehend von den in Kollegien, Elternschaft und Gesellschaft verbreiteten Haltungen, die sich zwischen Skepsis und Euphorie bewegen, die zentralen Aspekte digitaler Schul- und Unterrichtsentwicklung adressieren. Darüber hinaus werden die Entwicklungsvorhaben der Landesregierung NRW (siehe Positionspapier vom Dezember 2016) und die daraus resultierenden Aufgabenprofile für Schulleitungen vorgestellt und in praktische Szenarien übertragen. Zu klären ist, was die Digitalisierung von Schule für die Rolle von Führungskräften, auch im Zusammenspiel mit ihrem Schulträger, bedeutet. Aspekte der Organisations- und Unterrichtsentwicklung in der Schule im Rahmen der Initiativen des Landes NRW sind ebenso zu klären, wie die vorhandenen Unterstützungsangebote in der Bildungsregion. Hinzu kommt die Erläuterung des Studienrahmens (Lerntagebuch, Prüfungsordnung, Vorstellung der Module, Vorstellung der Lehrenden, Prüfungsformalia).

Wie lassen sich technische Ausstattung, Apps, Lernprogramme und Softwarepakete in didaktische Konzepte integrieren und vor dem Hintergrund der didaktischen Dimensionen reflektieren und evaluieren?

Im zweiten Modul werden digitale Instrumente für Schulen vorgestellt und angewendet, die nachweislich neue Möglichkeiten für das Unterrichten und Lernen in folgenden Bereichen bedeuten: Selbststeuerung, Selbstbestimmung, Feedback, Peer Learning, individualisierte Rückmeldungen über Lernerfolge und die Förderung der kollegialen Zusammenarbeit in professionellen Lerngemeinschaften. Digitale Werkzeuge sind geeignet, Unterrichtsentwicklung im Hinblick auf Individualisierung und Umgang mit Heterogenität voranzubringen und sind deshalb feste Bestandteile des Medienkonzepts und auch von Bedeutung für den Schulträger. Dazu müssen Schulleitungen in die Lage versetzt werden, die Potentiale digitaler Lernumgebungen vor dem Hintergrund des Ziels individueller Förderung von Schülerinnen und Schülern auszurichten. In diesem Zusammenhang sollen exemplarisch Bausteine und Leitlinien schulischer Medienkonzepte auf der Basis verbindlicher Kompetenzrahmen (vgl. Medienpass NRW) erarbeitet werden, die pädagogische und technische Aspekte so miteinander verknüpfen, dass die TN z. B. dazu befähigt werden, z. B. sog. Pflichtenhefte für kommerzielle Anbieter in Zusammenarbeit mit dem Schulträger zu erstellen.

Wie kann ich digitale Werkzeuge und Plattformen in die Qualifizierung so integrieren, dass Kommunikation, Kooperation und Partizipation nachhaltig und verbindlich digital unterstützt und qualitativ weiterentwickelt werden können?

Wie plane und realisiere ich kompetenzorientierte Unterrichtsarbeit mit Hilfe von zeitgemäßen Lernmanagementsystemen, und wie kann ich deren didaktisch–methodische Potenziale erkennen und reflektieren?

In diesem Modul wird zunächst der Umgang mit digitalen Kollaborationstools in den Fokus rücken. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Konzepte kennenlernen, selbst entwickeln und reflektieren, mit denen partizipative Führung und kollaborative Kooperationen in professionellen Teams, Arbeitsgruppen, Seminargruppen etc. durch digitale Kommunikation unterstützt werden können. Dabei wird es auch um die Wissensorganisation auf Schulservern gehen, aber vor allem um die Gestaltung interaktiver und partizipativer Kommunikations- und Diskussionsprozesse auf digitalen Plattformen. Dies soll beispielhaft die Veränderungen der Kommunikation in der Schule erläutern. Lernmanagementsysteme sind geeignete Plattformen, um Selbststeuerung, Selbstbestimmung, Feedback, Peer Learning und individualisierte Rückmeldungen über Kompetenzerwerb systematisch aufzubauen. Damit leisten Lernmanagementsysteme wichtige Beiträge für das Lernen in der Schule. Führungskräfte sollen in die Lage versetzt werden, die zentralen Funktionen und die Potenziale, die Lernmanagementsysteme im Allgemeinen bieten sollten, vor dem Hintergrund der pädagogischen Ziele ihrer Schule auszuschöpfen. In diesem Zusammenhang sollen existierende Lösungen vorgestellt, evaluiert und reflektiert werden, so dass die Teilnehmer/Innen Ausstattungsentscheidungen auf Software bezogen kompetent im Dialog mit Kollegien und Schulträgern führen und auch Gestaltungsimpulse geben können.

Wie kann durch die systematische Kooperation aller Bildungsakteure vor Ort (in der Kommune / in der Region) das Potenzial digitaler Medien für die Schul- und Unterrichtsentwicklung genutzt werden, um die Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen erfolgreich zu gestalten?

Die Veränderungspotentiale, die sich für die Unterrichtskultur durch die Digitalisierung ergeben, sind enorm. Empirische Studien belegen, dass Changemanagement-Prozesse dort den größten Effekt haben, wo alle Partner im Bildungswesen in kommunalen bzw. regionalen Netzwerken kooperieren und Schulentwicklung als regionale Aufgabe verstanden haben. Anlässlich der finanziellen und pädagogischen Herausforderungen scheint dies auch im Bereich der Digitalisierung unerlässlich. In diesem Modul werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Digitalisierung als regionales bzw. kommunales Bildungsprojekt entwickeln. Projektpläne mit Zielen, Verantwortlichkeiten, Ressourcen werden beispielhaft erstellt und ausgewertet.

Welche digitalen Instrumente helfen mir dabei, Befragungen adressatengerecht durchzuführen? Wie kann ich über die Erhebung von Daten Erkenntnisse über den Erfolg von Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung gewinnen und die Ergebnisse nutzen, um meine Schule zielgerichtet weiterzu-entwickeln?

Die Umsetzung digitaler Konzepte in Schule und Unterricht muss von Beginn an systematisch evaluiert und begleitet werden. Dazu muss sich jede Schule als lernende Institution begreifen, die ihre Maßnahmen auch auf der Basis valider und reliabler Datenerhebung vornimmt. Feedbackkultur, Evaluationsroutinen etc. müssen in selbstständigen Organisationen zum täglichen Handwerk gehören. In diesem Modul werden den Teilnehmern digitale Feedback- und Evaluationsinstrumente vorgestellt, die für Richtungsentscheidungen und Führungshandeln wichtige Daten liefern können. Außer dem von den Unfallkassen zur Verfügung gestellten Instrument IQES werden weitere Instrumente vorgestellt, vor allem solche aus dem Werkzeugkasten von QUA-LiS und dem IFS. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen Evaluationsschemata entwickeln, die geeignet sind, die Schul- und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien evaluierend zu begleiten und Möglichkeiten zur nachhaltigen Steuerung zu geben.

Der Zertifikatskurs schließt mit einer Universitätsprüfung ab. Diese besteht aus einer schriftlichen Abschlussprüfung, die sich auf die Gestaltung digitaler Lern- und/oder Kommunikationsarrangements bezieht und die neuen Rollen und Chancen pädagogischer Führungskräfte im Kontext des DLL reflektiert. Die Arbeit sollte Beispiele eigener Arbeit und eventuell weitere Dokumente enthalten. Am letzten Tag des Kurses werden die Ergebnisse im Zusammenhang gesichtet und Vorschläge zur Weiterentwicklung des Kurses erarbeitet sowie die Zertifikate vergeben.

 

Die Weiterbildung wird in Trägerschaft des Vereins „Wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Dortmund e.V.“ durchgeführt.



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Kontakt

Dr. Jörg Teichert
Geschäftsführer

 

M.A. Erz. Wiss. Daniel Neubauer
Tel.: 0231 755-6632

 

 

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