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Fachausbildung als Schulleiter in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens

Die Deutsche Akademie für Pädagogische Führungskräfte führt von Oktober 2015 bis April 2017 für eine Studiengruppe die Fachausbildung als Schulleiter in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien durch.

Der Umfang der Ausbildung beträgt 135 Unterrichtsstunden, d.h. 14 Präsenztage á ca. 8 Unterrichtstunden. Die Ausbildung erfolgt in acht Blöcken von jeweils 2 bis 3 Tagen Dauer.

Zum Abschluss der Ausbildung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Führung und Management in der Schulleitung“.


Modulelementplan:

 

Modulelement 1: Schulmanagement (30 Stunden)

1.1 Pädagogische Führungskultur

Die Teilnehmenden erwerben umfassendes Führung- und Managementwissen und werden in die Lage versetzt, alle Aspekte moderner Führung und den Ihnen verantworteten Schulen angemessen und zielgerichtet einsetzen zu können.

Im Studium wird die notwendige konzeptionelle und methodische Basis gelegt, um in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Anspruchsgruppen und den Vorgaben und Aufträgen der Bildungspolitik eigenständige Ideen von einem individuellen (Leit-)Bild von Führung und Management in ihrer Schule zu entwickeln.

In der konkreten Leitungspraxis soll dies eine wichtige Grundlage für ein glaub-würdiges, konsistentes und plausibles Führungsverhalten werden.

1.2  Organisationsentwicklung

Schulen in Europa befinden sich inmitten eines institutionellen Wandlungspro-zesses der verstanden und gestaltet werden muss.

Die Teilnehmenden lernen zu unterscheiden, welche Maßnahmen der Gestal-tung und Durchführung des organisatorischen Wandels für die eigene Schule zweckmäßig und zielführend ist.

1.3  Personalmanagement und -entwicklung

Die Personalfunktion des Schulleiters ist als primäre Managementaufgabe zu verstehen. Orientiert an der strategischen Ausrichtung der Schule werden die Teilnehmenden in die Lage versetzt, Personalmanagement als ganzheitliches Konzept zur Umsetzung von Unterrichtsentwicklung und Qualitätsmanagement zu begreifen.

Die Teilnehmenden werden befähigt, die wichtigsten Instrumente mit einander zu verzahnen und sie nicht auf die Funktionen einzelner Abläufe und Instrumente zu reduzieren.

 

Modulelement 2: Teamentwicklung und Kommunikation (30 Stunden)

2.1 Teamentwicklung und Kooperation &

2.2 Kommunikation und Konfliktmanagement

Die Teilnehmenden lernen die zentralen Konzepte und Instrumente der Tea-mentwicklung kennen und werden in die Lage versetzt, diese passgenau anwenden zu können. Die Erfolgskriterien gelungener Teamentwicklung werden vorgestellt. Im zweiten Teil werden die TN in das Konfliktmanagement eingeführt.

2.3 Gesprächsführung

Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf der Kommunikation von Schulleitung mit Schülern, Lehrern, Eltern, sonstigem Personal und externen Kooperations-partnern.

Dabei wird nicht von einer Konzeption ausgegangen, dass sich die Teilnehmenden mit einer Gesprächsform identifizieren sollten, die in jeder Situation anwendbar ist, sondern verfolgt den mühsameren Weg, sich je nach Aufgabenstellung verschiedener Gesprächsführungstechniken bedienen zu können.

2.4 Moderationstechniken und Konferenzgestaltung

Die Gestaltung, Leitung und  Durchführung von Konferenzen gehört zu den zentralen Aufgaben von Schulleitungen. Dabei sind  sowohl planerische und organisatorische, als auch kommunikative Aspekte zu beachten, die den Verlauf und die Ergebnisse von Konferenzen wesentlich beeinflussen.

 

Modulelement 3: Schulentwicklung (30 Stunden)

3.1 Instrumente und Verfahren der Schulentwicklung inkl. Praxisprojekt

Schulentwicklung bewegt sich in einem Systemzusammenhang von Unterrichtsentwicklung, Organisationsentwicklung und Personalentwicklung.

Die Teilnehmenden lernen die drei Grundformen der Schulentwicklung kennen und erproben Verfahren und Instrumente zur Bestandsaufnahme und Festlegung von Entwicklungsschwerpunkten.

Die Teilnehmenden  führen ein  Praxisprojekt  an  ihrer  Schule  durch,  das  sich  an einem der Themenfelder der Schulentwicklung orientiert. Die Planung, Durchführung  und  Auswertung  des  Praxisprojektes  ist  der  Gegenstand  der Studienarbeit.

3.2 Unterrichtsentwicklung und -qualität

Die Teilnehmenden lernen Unterrichtsentwicklung als systematischen, teamori-entierten und die ganze Schule erfassenden Prozess zu begreifen, der darauf ausgerichtet ist, die Unterrichtspraxis im Sinne eines sinnhaften und effizienten Lernens zu optimieren.

Dabei spielt die Unterrichtsbeurteilung eine wichtige Rolle. Durch die Vermittlung geeigneter Verfahren erhalten die Teilnehmenden Sicherheit bei der Analyse und Nachbesprechung von (fachfremdem) Unterricht.

3.3 Evaluationsinstrumente

Die Teilnehmenden lernen die Gelingensbedingungen von Evaluation kennen und sie sind in der Lage, Evaluation in der schulischen Praxis anzuwenden, mit den Ergebnissen umzugehen und sie umzusetzen.

3.4 Praxisprojekte  zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

Die Teilnehmenden haben den Auftrag an ihrer eigenen Schule ein Projekt zur Schul- und/oder Unterrichtsentwicklung zu initiieren und den Prozessverlauf zu beschreiben. Dazu erhalten Sie konkrete Planungs- und Umsetzungshilfen, sodass die Inhalte der Ausbildung eine praktische Verankerung erfahren. Das Praxisprojekt ist auch Teil der Prüfungsleistung.

 

Modulelement 4: Bildungsforschung (Evaluation und Qualitätsmanagement) (15 Stunden)

4.1 Zentrale Erkenntnisse der Bildungsforschung am Beispiel der Hattie-Studie

Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über wissenschaftliche Erkenntnisse der Hattie-Studie und bekommen Hinweise zum anwendungsorientierten Einsatz für Schulevaluation und Qualitätsmanagement.

4.2 Bildungsforschung - QA Vergleichsarbeiten

Die Teilnehmenden lernen durch Analyse von nationalen und Vergleichsstudien die Ergebnisse für die eigene Schule zu nutzen.

4.3 Feedbackkultur entwickeln

Feedback ist eines der wirkmächtigsten Verfahren, wenn es um den Bestand oder die Steigerung von Lernleistungen von Schülerinnen und Schülern geht. Dies zeigen nicht nur die Hattie-Studie, sondern auch vielfältige Erfahrungen in der Qualitätsentwicklung von Schule. Die Teilnehmenden lernen wie Feedback ein attraktives und handhabbares Instrument für die Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht werden kann.

 

Modulelement 5: Stärkung der persönlichen und sozialen Kompetenz (16 Stunden)

5.1 Selbst-Assessment für Schulleitungen – Potentialanalyse

Die Teilnehmenden werden in das System und Konzept des Kompetenzprofils Schulmanagement (KPSM) eingeführt - ein online-basiertes Instrument zur Selbstbewertung von Schulleitungskompetenzen im Bereich des Schulmanagements.

5.2 Soziale Kompetenz als Führungskraft

Weitere Informationen folgen.

 

Modulelement 6: Umgang mit Heterogenität (14 Stunden)

6.1 Umgang mit Heterogenität I &

6.2 Umgang mit Heterogenität II

Der Umgang mit Heterogenität ist ein aktuell ein Kernthema der Schul-, Unter-richts- und Personalentwicklung. Die Teilnehmenden beziehen das Thema Heterogenität auf die schulische Praxis und entwickeln Leitideen für ihr Schulleitungshandeln. An den Schnittstellen zu anderen Modulen erhalten sie Orientierungshilfen für die Umsetzung inklusiver Schulentwicklung, individueller Förderung und multiprofessioneller Teamarbeit.

 


Ablauf:

Datum

Uhrzeiten

Modulelement (M)

Referenten

Ort

Donnerstag - Freitag

(08. - 09.10.2015)

Do, 11:00 - 17:00 Uhr

Fr, 09:00 - 17:00 Uhr

Tag 1: M1.1 Pädagogische Führungskultur

Prof. Dr. Claus Buhren

Dortmund

Tag 2: M1.2 Organisationsentwicklung

Donnerstag - Samstag

(14. - 16.01.2016)

Do, 10:00 - 17:30 Uhr

Fr, 09:00 - 16:30 Uhr

Sa, 09:00 - 14:00 Uhr

 

Tag 1: M2.1 Teamentwicklung und Kooperation

Dr. Elmar Phillipp

Eupen

Tag 2: M2.2 Kommunikation und Konfliktmanagement

Tag 2: M3.1 Instrumente und Verfahren der Schulentwicklung Teil 1

Dr. Elmar Phillipp

Prof. Dr. Claus Buhren

Tag 3: M3.1 Instrumente und Verfahren der Schulentwicklung Teil 2

Prof. Dr. Claus Buhren /

Dr. Sabine Müller

Freitag - Samstag

(18. - 19.03.2016)

Fr, 09:00 - 16:30 Uhr

Sa, 09:00 - 16:30 Uhr

Tag 1: M3.2 Unterrichtsentwicklung und Unterrichtsqualität

Joachim Blombach

Eupen

Tag 2: M1.3 Personalentwicklung

Crista Watermann /

Hero Boomgaarden

Mittwoch - Donnerstag

(25. - 26.05.2016)

Mi, 09:00 - 16:30 Uhr

Do, 09:00 - 16:30 Uhr

Tag 1: M3.3 Evaluationsinstrumente

Dr. Sabine Müller und

Prof. Dr. Claus Buhren

Eupen

Tag 2: M4.1 Bildungsforschung Zentrale Ergebnisse

Tag 2: M4.2 Bildungsforschung - QA Vergleichsarbeiten

Donnerstag - Freitag

(22. - 23.09.2016)

Do, 09:00 - 16:30 Uhr

Fr, 09:00 - 16:30 Uhr

Tag 1: M5.1 Selbst-Assessment für Schulleitungen Prof. Dr. Stephan Huber Eupen
Tag 2: M1.4 Personalentwicklung am Beispiel PLG und Kollegiale Reflexion Prof. Dr. Claus Buhren
Donnerstag - Samstag

(24. - 45.11.2016)

Do, 09:00 – 16:30 Uhr

Fr, 09:00 – 16:30 Uhr

Sa, 09:00 – 14:00 Uhr

Tag 1: M5.2 Soziale Kompetenz für Führungskräfte Ernst Jünke Eupen
Tag 2: M6.1 Umgang mit Heterogenität
Dr. Saskia Erbring
Tag 3: M3.4 Praxisprojekte  zur Schul- und Unterrichtsentwicklung Prof. Dr. Claus Buhren
Donnerstag - Freitag

(26. - 27.01.2017)

Do, 09:00 – 16:30 Uhr

Fr, 09:00 – 16.30 Uhr

Tag 1: M2.3 Gesprächsführung Harald Scherello Eupen
Tag 2: M2.4 Moderationstechniken und Konferenzgestaltung Prof. Dr. Claus Buhren
Freitag - Samstag

(25. - 29.04.2017

Fr, 11:00 – 16:30 Uhr

Sa,. 09:00 – 16:00 Uhr

Tag 1: M6.2 Heterogenität Teil II Dr. Saskia Erbring Eupen
Tag 2: M4.3 Feedbackkultur entwickeln Prof. Dr. Claus Buhren

weitere Informationen zu den Referenten


 



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Kontakt

M.A. Erz. Wiss. Britta Ratajczak
Tel.: 0231 755-6621