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Fachausbildung als Schulleiter in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens

Die Deutsche Akademie für Pädagogische Führungskräfte führt von November 2012 bis Mai 2013 für eine Studiengruppe die Fachausbildung als Schulleiter in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgien durch.

Der Umfang der Ausbildung beträgt 105 Unterrichtsstunden, d.h. 14 Präsenztage á ca. 8 Unterrichtstunden. Die Ausbildung erfolgt in vier Blöcken von jeweils 3 bis 4 Tagen Dauer.

Zum Abschluss der Ausbildung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Führung und Management in der Schulleitung“.


Modulplan:

 

Modul 1: Schulmanagement (30 Stunden)

1.1 Pädagogische Führungskultur (10 Stunden)

Die Teilnehmenden erwerben umfassendes Führungs- und Managementwissen und werden in die Lage versetzt, alle Aspekte moderner Führung und den Ihnen verantworteten Schulen angemessen und zielgerichtet einsetzen zu können.

Im Studium wird die notwendige konzeptionelle und methodische Basis gelegt, um in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Anspruchsgruppen und den Vorgaben und Aufträgen der Bildungspolitik eigenständige Ideen von einem individuellen (Leit-)Bild von Führung und Management in ihrer Schule zu entwickeln.

In der konkreten Leitungspraxis soll dies eine wichtige Grundlage für ein glaubwürdiges, konsistentes und plausibles Führungsverhalten werden.

1.2  Organisationsentwicklung (10 Stunden)

Schulen in Europa befinden sich inmitten eines institutionellen Wandlungsprozesses, der verstanden und gestaltet werden muss.

Die Teilnehmenden lernen zu unterscheiden, welche Maßnahmen der Gestaltung und Durchführung des organisatorischen Wandels für die eigene Schule zweckmäßig und zielführend sind.

1.3  Personalentwicklung (10 Stunden)

Die Personalfunktion des Schulleiters ist als primäre Managementaufgabe zu verstehen. Orientiert an der strategischen Ausrichtung der Schule werden die Teilnehmenden in die Lage versetzt, Personalmanagement als ganzheitliches Konzept zur Umsetzung von Unterrichtsentwicklung und Qualitätsmanagement zu begreifen.

Die Teilnehmenden werden befähigt, die wichtigsten Instrumente miteinander zu verzahnen und sie nicht auf die Funktionen einzelner Abläufe und Instrumente zu reduzieren.

 

Modul 2: Teamentwicklung und Kommunikation (22 Stunden)

2.1 Kommunikation, Schwierige Gespräche I, Moderation (8 Stunden + 8 Stunden)

Die Teilnehmenden lernen die zentralen Konzepte und Instrumente der Teamentwicklung kennen und werden in die Lage versetzt, diese passgenau anwenden zu können. Die Erfolgskriterien gelungener Teamentwicklung werden vorgestellt.

2.2 Teamentwicklung und Kooperation (6 Stunden)

Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf der Kommunikation von Schulleitung mit Schülern, Lehrern, Eltern, sonstigem Personal und externen Kooperationspartnern.

Dabei wird nicht von einer Konzeption ausgegangen, dass sich die Teilnehmenden mit einer Gesprächsform identifizieren sollten, die in jeder Situation anwendbar ist, sondern verfolgt den mühsameren Weg, sich je nach Aufgabenstellung verschiedener Gesprächsführungstechniken bedienen zu können.

 

Modul 3: Schulentwicklung (30 Stunden)

3.1 Instrumente und Verfahren der Schulentwicklung (10 Stunden)

Schulentwicklung bewegt sich in einem Systemzusammenhang von Unterrichtsentwicklung, Organisationsentwicklung und Personalentwicklung.

Die Teilnehmenden lernen die drei Grundformen der Schulentwicklung kennen und erproben Verfahren und Instrumente zur Bestandsaufnahme und Festlegung von Entwicklungsschwerpunkten.

3.2 Unterrichtsentwicklung und -qualität (10 Stunden)

Die Teilnehmenden lernen Unterrichtsentwicklung als systematischen, teamorientierten und die ganze Schule erfassenden Prozess zu begreifen, der darauf ausgerichtet ist, die Unterrichtspraxis im Sinne eines sinnhaften und effizienten Lernens zu optimieren.

Dabei spielt die Unterrichtsbeurteilung eine wichtige Rolle. Durch die Vermittlung geeigneter Verfahren erhalten die Teilnehmenden Sicherheit bei der Analyse und Nachbesprechung von (fachfremdem) Unterricht.

3.3 Evaluationsinstrumente (10 Stunden)

Die Teilnehmenden lernen die Gelingensbedingungen von Evaluation kennen und sie sind in der Lage, Evaluation in der schulischen Praxis anzuwenden, mit den Ergebnissen umzugehen und sie umzusetzen.

 

Modul 4: Bildungsforschung (Evaluation und Qualitätsmanagement) (15 Stunden)

Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über wissenschaftliche Forschungsmethoden und bekommen Hinweise zum anwendungsorientierten Einsatz für Schulevaluation und Qualitätsmanagement. Außerdem wird vermittelt werden, wie durch Analyse von nationalen und internationalen Vergleichsstudien, die Ergebnisse für die eigene Schule genutzt werden können.


Ablauf:

Datum

Uhrzeiten

Modul (M)

Referenten

Donnerstag - Samstag

(08. - 10.11.2012)

Do, 09:00 - 16:30 Uhr

Fr, 09:00 - 16:30 Uhr

Sa, 09.00 - 14:00 Uhr

Tag 1: M1.1 Pädagogische Führungskultur (10 Stunden)

Prof. Dr. Claus Buhren

Tag 2: M2.1 Kommunikation, Schwierige Gespräche I, Moderation (8 Stunden)

Prof. Dr. Bernd Gasch

Tag 3: M2.2 Teamentwicklung und Kooperation (6 Stunden)

Mittwoch - Samstag

(30.01. - 02.02.2013)

Mi, 09:00 - 16:30 Uhr

Do, 09:00 - 16:30 Uhr

Fr, 09:00 - 16:30 Uhr

Sa, 09:00 - 14:00 Uhr

Tag 1: M1.1 Selbstmanagement/Gesundheitsmanagement (8 Stunden)

Susanne Döbler-Eschbach

Tag 2/3: M3.1 Instrumente und Verfahren der Schulentwicklung (10 Stunden)

Christa Watermann

Hero Boomgaarden

Tag 3/4: M3.2 Unterrichtsentwicklung und Unterrichtsqualität (10 Stunden)

Mittwoch - Samstag

(06. - 09.03.2013)

Mi, 09:00 - 16:30 Uhr

Do, 09:00 - 16:30 Uhr

Fr, 09:00 - 16:30 Uhr

Sa, 09:00 - 14:00 Uhr

Tag 1: M2.1 Schwierige Gespräche II - Übungssequenzen   (8 Stunden)

Prof. Dr. Bernd Gasch

Tag 2/3: M1.2 Organisationsentwicklung (10 Stunden)

Ernst Jünke

Hero Boomgaarden

Tag 3/4: M1.3 Personalentwicklung (10 Stunden)

Hero Boomgaarden

Ernst Jünke

Dienstag - Donnerstag

(21. - 23.05.2013)

Di, 09:00 - 16:30 Uhr

Mi, 09:00 - 16:30 Uhr

Do, 09:00 - 16:30 Uhr

M3.3 Evaluationsinstrumente (10 Stunden)

Mario Gieske

M4 Bildungsforschung (15 Stunden)

Prof. Dr. Martin Bonsen

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