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Wissenstransfer ausscheidender Interessenvertretungsmitglieder

Betriebs- und Personalräte verfügen über ein enormes Wissensreservoir und ein hohes Maß an sozialen, personalen und methodischen Kompetenzen. Wenn sie aus ihrem Amt ausscheiden, besteht für die Organisation das Risiko, diese wichtigen Ressourcen zu verlieren. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist es zunehmend bedeutsam, das Erfahrungswissen der aus Altersgründen ausscheidenden Interessenvertretungsmitglieder zu sichern. Das beantragte Forschungsprojekt setzt hier an und untersucht wissenschaftlich die Grundlagen, was mit dem Wissen von Betriebsrats- und Personalratsmitgliedern passiert, wenn sie ihr Arbeitsumfeld verlassen und wie dieses Wissen durch Wissenstransferprozesse weiterhin für die Interessenvertretungsarbeit genutzt werden kann. Es wird zum einen eine Klassifizierung des Wissens ausscheidender Betriebs- und Personalräte vorgenommen, zum anderen wird untersucht, welchen Stellenwert die potenziellen Wissensnehmerinnen  und Wissensnehmer einem intergenerationalen Wissenstransfer im Betrieb einräumen und welches Wissen sie überhaupt benötigen. Darüber hinaus werden Unterstützungsfaktoren und Barrieren des Wissenstransfers von Alt zu Jung identifiziert. Zur Gewinnung der Daten werden sowohl qualitative als auch quantitative Methoden eingesetzt. Ein praxisrelevantes Ergebnis dieser wissenschaftlichen Grundlagenarbeit wird die Entwicklung und Erprobung eines Modellprojektes sein, bei dem der intergenerationale Wissenstransfer im Betrieb im Mittelpunkt stehen wird. Hierdurch sollen generelle Mechanismen und Methoden aufgezeigt werden, wie ein Wissenstransfer von Alt zu Jung ermöglicht und optimiert werden kann. Ziel ist es, einen Werkzeugkasten für den selbstorganisierten Wissenstransfer zwischen ausscheidenden und neuen Interessenvertretungsmitgliedern im Betrieb zu erarbeiten und zur Verfügung zu stellen, damit das Expertenwissen der älteren Interessenvertretungsmitglieder nicht verloren geht und junge bzw. neue Betriebs- und Personalräte eine entsprechende Unterstützung bei der Übernahme dieser neuen Aufgaben erhalten. Damit wird zugleich ein Grundlagenbeitrag zu einem dialogischen Miteinander der Generationen geleistet.

Das Projekt wird gefördert von der

HBS

 

Team

 

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