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UnSicht - Die unsichtbaren Seiten der Qualität von Wissenschaft

Die Erfolgsseite des Forschungsoutputs, welche in der Regel über die Anzahl der Publikationen und die Höhe der eingeworbenen Drittmittel quantifiziert und sichtbar gemacht wird, ist in der Hochschul- und Wissenschaftsforschung gut erforscht. Ein Thema, über das hingegen noch wenig bekannt ist, sind die unsichtbaren und ‚verdeckten‘ Seiten der wissenschaftlichen Produktion: Wie oft mussten Journaleinreichungen minor oder major revisions unterzogen werden? Und wie viele wurden abgelehnt? Wie viele Drittmittelanträge wurden gestellt und wie viele abgelehnt? Wie wurde mit solchen vermeintlichen Misserfolgen umgegangen? Genau dies wird unser Projekt „Unsicht – die unsichtbaren Seiten der Qualität von Wissenschaft“ genauer untersuchen.

Da diese wissenschaftlichen Leistungen in der Regel Teamarbeit erfordern, werden als Analyseeinheiten Lehrstühle bzw. Arbeitsgruppen an staatlichen Universitäten in den Fächern Biologie, Betriebswirtschaftslehre und Maschinenbau betrachtet. Von besonderem Interesse ist, wie die Organisation des Lehrstuhls/der Arbeitsgruppe den wissenschaftlichen Produktionsprozess beeinflusst, wobei der Schwerpunkt auf den folgenden Faktoren liegt:

  • Gruppengröße und Segmentierung,
  • Führungsverhalten von Professor*innen,
  • Personalauswahl.


Ferner sollen als weitere unsichtbare Seite die Gutachter*innentätigkeiten von Professor*innen berücksichtigt werden: Wie stark wird diese Service-Leistung an der scientific community, welche maßgeblich zur Definition von wissenschaftlichen Qualitätsstandards beiträgt, als Verpflichtung oder Belastung wahrgenommen? Und wieviel Zeit (auf Kosten der eigenen Forschungstätigkeiten) wird hierfür investiert?

Zur Beantwortung unserer Forschungsfragen wurde ein zweistufiges Mixed-Methods Design gewählt, welches in beiden Phasen multiperspektivisch angelegt ist:

In der ersten Phase werden mit ausgewählten Lehrstuhlinhaber*innen/Arbeitsgruppenleitungen problemzentrierte Interviews durchgeführt, sowie Gruppendiskussionen mit den jeweiligen Lehrstuhl-/Arbeitsgruppenteams. In der zweiten Phase werden dann alle Lehrstuhlinhaber*innen/Arbeitsgruppenleitungen und wissenschaftliche Mitarbeiter*innen in den Fächern Biologie, Betriebswirtschaftslehre und Maschinenbau in statusgruppen-gesonderten (Online-)Surveys zu den unsichtbaren Produktions- und Belastungsprozessen befragt.

Projektlaufzeit:

01.11.2020 bis 30.10.2023



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