Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Führung im Sport

Den Kern der Führungsforschung bildet traditionell die Betrachtung der dyadischen Konstellation von Führungskraft und Mitarbeiter. Die Anwendungsfelder konzentrieren sich hier meist auf die unternehmerische Organisationen oder öffentliche Einrichtungen. Das Phänomen der (Personal-) Führung jedoch auf diese Kernbereiche zu begrenzen, greift aus wissenschaftlicher Sicht zu kurz. Führungskonstellationen lassen sich darüber hinaus in einer Vielzahl weiterer Kontexte festmachen.

Das Lehrstuhlteam widmet sich insbesondere der Untersuchung der Führungssituation im Sport. Gerade in prominenten Großsportarten, wie in Deutschland dem Fußball oder Basketball, wird der Leistung des Trainers eine maßgebende Bedeutung bezüglich des Erfolges oder Misserfolges einer Mannschaft zugeschrieben.

Unser Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Verhalten eines Trainers und der Leistung der Sportler wissenschaftlich fundiert zu untersuchen. Um hier ein differenziertes Bild zeichnen zu können, betrachten wir getrennt sowohl Leistungs- und Freizeitsport als auch Individual- wie Mannschaftssportarten.

 

Laufende Projekte:

Führung im professionellen Basketball

Führung im professionellen Football

Zurzeit untersuchen wir in zwei getrennten Projekten die Führungssituation sowohl im deutschen professionellen Basketball als auch im Football. In einem ähnlichen Untersuchungsdesign wie im Bereich des Fußballs gehen wir der Fragestellung nach, wie das Führungsverhalten bzw. der Führungsstil von Trainern die Leistung der Athleten beeinflusst.

 

Abgeschlossene Projekte:

Führung im professionellen Fußball: Im Rahmen dieses Projektes widmeten wir uns der Fragestellung, wie sich das Führungsverhalten von Fußballtrainern auf die Leistung der Spieler auswirkt. Die Ziele der Studie war dabei zweierlei:

    1. Überprüfung der externen Validität des Führungsparadigmas der transaktionalen und transformationalen Führung

    2. Erweiterung des sportpsychologischen Führungsverständnisses und die Ableitung von Handlungsempfehlungen

Transformationale und transaktionale Führung im Kampfsport: Traditionelle Kampfsportarten bieten sich dank der klar definierten Hierarchiestrukturen und Rollenverständnisse zwischen Lehrer und Schüler sehr gut für führungswissenschaftliche Fragestellungen an. Im Zentrum dieses Projektes stand das Verhältnis zwischen Sensei (Lehrer) und Karateka (Schüler) im klassischen Karate. Mit Hilfe dieser Studie konnte erstmals die Wirksamkeit sowohl der transformationalen als auch der transaktionalen Führung im Bereich des Sports nachgewiesen werden (Rowold, 2006).

 

Literatur:

Rowold, J. (2006): Transformational and transactional leadership in martial arts. In: Journal of Applied Sport Psychology 18 (4), S. 312–325.